Dentalmedizin
Ärzte besorgt über Milchzahnkaries bei Kindern
Die ersten Zähne sind bei den meisten Kleinkindern bereits stark von Milchkaries befallen. Zahnärzte wollen mittels Ernährungs-Betreuung und Putz-Coaching dieser Tendenz vorbeugen.
Die Zähne sind noch frisch, da macht sich bei vielen Kindern in Thüringen schon Karies breit. In der Gruppe der Zwei- bis Sechsjährigen habe schon jedes vierte Kind Karies, teilte die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege mit.
"Die Milchzahnkaries ist derzeit unser größtes Problem", betonte deren Vorsitzender, der Geraer Zahnarzt Michael Uhlig. Auffällig sei dabei ein sozialer Zusammenhang: Der Großteil der Kinder mit Karies komme aus sozialschwachen, zugewanderten oder bildungsfernen Familien.
Zahnärzte beugen Karies durch Beratung vor
Um die Kinder schon frühzeitig das richtige Zähneputzen zu lehren, gehen den Angaben nach 640 Zahnärzte sowie 15 speziell ausgebildete Zahnarzthelferinnen regelmäßig in die hiesigen Kindergärten. Neben dem Training der Kleinen beraten sie auch Erzieherinnen und Eltern zu Ernährung, die den Zähne möglichst wenig schadet.
Nach Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft haben sich die Anstrengungen zu mehr Vorbeugung in den vergangenen Jahren gelohnt. Dazu gehöre auch ein Kinderpass, den Eltern von Neugeborenen erhalten.
So hätten Zwölfjährige hierzulande heute deutlichgesündere Zähne als vor 20 Jahren. Im Schnitt habe ein Kind dieser Altersgruppe weniger als einen löchrigen oder gefüllten Zahn, vor 20 Jahren seien es noch mehr als drei kaputte Zähne gewesen.
















