Uganda
Präsident warnt nach Ebola-Ausbruch vor Körperkontakt
In Uganda geht die Angst um. Erneut ist in dem ostafrikanischen Land das Ebola-Fieber ausgebrochen. Bisher sind 14 Menschen daran gestorben.
Nach dem Ausbruch des tödlichen Ebola-Fiebers in Uganda hat Präsident Yoweri Museveni die Bevölkerung des ostafrikanischen Landes zur Wachsamkeit aufgerufen. Im staatlichen Rundfunk sagte der Staatschef, seit Ausbruch der Viruskrankheit vor drei Wochen im Westen Ugandas seien 14 Menschen gestorben. Inzwischen hat Ebola die Hauptstadt Kampala erreicht.
Außerdem forderte Museveni dazu auf, körperliche Kontakte zu vermeiden. "Ebola wird durch Körperkontakt übertragen, schüttelt Euch deshalb nicht mehr die Hände", erklärte Museveni in einer Fernsehansprache.
Eine Krankenschwester sei in Kampala gestorben, die sich im Westen infiziert habe, sagte Museveni. Ein weiterer Krankenhauspatient in der Hauptstadt stehe im Verdacht, an Ebola erkrankt zu sein. Der Präsident warnte seine Landsleute davor, anderen Menschen die Hand zu schütteln oder auf andere Weise in Körperkontakt zu treten.
Ebola ist hoch ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Krankheit verläuft nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in 20 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich. Anzeichen sind grippeartige Symptome und starke Blutungen aus allen Körperöffnungen. Bisher gibt es keine Schutzimpfung und kein Heilmittel.
Der erste Todesfall durch den Ebola-Virus wurde 1971 im heutigen Kongo bekannt. Im Jahr 2000 kam es in Uganda zu der bisher größten Epidemie, die sich über weitere Länder ausbreitete. Mehr als Tausend Menschen starben.
Bei zwei Ebola-Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda weit mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr starb dort ein zwölfjähriges Mädchen an der gefährlichen Krankheit. Eine Infektion mit Ebola-Viren führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Es gibt weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel. Vor allem in Afrika südlich der Sahara kommt es immer wieder zu Ausbrüchen.















