Unicef
In Ostafrika hungern 900.000 Kinder noch immer
Ein Jahr nach der Hungersnot in Ostafrika warnt Unicef davor, die Hilfen einzustellen. Noch acht Millionen Menschen bräuchten Unterstützung.
Wegen der Dürre und bewaffneten Konflikten hungern fast 900.000 Kinder am Horn von Afrika - trotz internationaler Hilfe. Insgesamt acht Millionen Menschen in Somalia, Äthiopien und Kenia seien weiter auf Unterstützung angewiesen, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Ein Jahr nach Erklärung der Hungersnot in Ostafrika seien vor allem Kinder von Mangelernährung, Krankheiten, Armut und Unsicherheit bedroht. Zwar habe man Millionen Familien und Kindern bereits helfen können. Trotzdem sei in den entlegensten Gebieten dringend weitere Hilfe erforderlich.
Somalia: Jedes fünfte Kind ist mangelernährt
In Somalia schätzt Unicef die Lage wegen des anhaltenden Konflikts als besonders dramatisch ein: "Jedes fünfte Kind ist dort akut mangelernährt." Die Nahrungsmittelkrise habe hunderttausende Familien gezwungen ihr Zuhause zu verlassen. Mehr als eine Million Menschen seien im eigenen Land auf der Flucht - darunter 60 Prozent Kinder. Von der Hungerkatastrophe in Ostafrika waren zunächst rund 13 Millionen Menschen betroffen.
Für notwendige Hilfsmaßnahmen am Horn von Afrika kalkuliert Unicef bis Ende 2012 rund 222 Millionen Euro ein. Davon sei erst ein Drittel eingegangen. Nach Angaben der Organisation sind bisher 18 Millionen Euro von Deutschen gespendet worden.















