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27.10.08

Gesundheit

Ausdauersportarten sind die gesündesten

Wer regelmäßig Sport treibt, möchte sich und seiner Gesundheit etwas Gutes tun. Mediziner warnen jedoch seit längerem vor Überbelastungen. Empfehlenswert sind daher vor allem Ausdauersportarten, wie Joggen, Nordic Walking, Schwimmen und Fahrradfahren, sagen Experten.

© dpa
Aber vorsicht - nicht übertreiben: Ausdauersportarten wie Langstreckenlauf können zu Überlastungsschäden führen. Durch permanente Überbeanspruchung können die Fußknochen so stark geschädigt werden, dass sie brechen.

"Ausdauersportarten in vernünftigem Umfang und entsprechender Häufigkeit sind gesundheitsfördernd", so der Direktor der Medizinischen Poliklinik der Universität Gießen. Wer aber etwa mit 65 Jahren anfange, Squash zu spielen, ohne sein Herz vorher untersuchen zu lassen, oder Marathonläufe bis zum Exzess trainiere, der schade seiner Gesundheit und riskiere im äußersten Fall sein Leben. "In diesen Fällen kann man sagen, es ist etwas Wahres dran am Sprichwort "Sport ist Mord"", sagte Bretzel.

Überanstrengungen durch das Treiben von Sport können laut Bretzel krankmachen. "Sie belasten das Herz-Kreislauf-System und schwächen das Immunsystem, der Sportler wird etwa wesentlich anfälliger für Infektionen, die auch chronisch werden können", sagte der Mediziner. Viele Freizeitsportler gönnten ihrem Körper in falsch verstandener Absicht, ihm mit der Bewegung etwas Gutes zu tun, nicht ausreichend lange Phasen der Regeneration. Wer aber etwa alle zwei Tage eine Strecke von drei Kilometern – Männer in einer Zeit unter 27 Minuten, Frauen unter 30 Minuten – schnell gehe, der fördere seine Gesundheit. Ausdauersportarten stärkten das Immunsystem und steigerten die Beweglichkeit, denn die meisten Muskelgruppen würden trainiert.

Bretzel ist Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema "Krank durch 'gesunde Bewegung'?" von Freitag bis Samstag in Oberursel im Taunus.

"Grundsätzlich kann man sagen, dass es der Gesundheit dann zuträglich ist, wenn der Sportler eine Pulsrate von 65 bis 85 Prozent seines maximalen Pulses hat, damit werden das Herz-Kreislauf-System trainiert und das Immunsystem angeregt", sagte Bretzel.

Die Pulsrate ergebe sich, wenn man von 220 das Lebensalter abziehe und von der Differenz 65 bis 85 Prozent nehme. "Bei einem 20-Jährigen bedeutet das 65 bis 85 Prozent von 200, also wäre ein Pulsschlag von 130 bis 170 gesund." Wer sich an diese Faustregel halte, der bewege sich gesund.

Quelle: dpa/lhe
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