Gesundheit
Ausdauersportarten sind die gesündesten
Wer regelmäßig Sport treibt, möchte sich und seiner Gesundheit etwas Gutes tun. Mediziner warnen jedoch seit längerem vor Überbelastungen. Empfehlenswert sind daher vor allem Ausdauersportarten, wie Joggen, Nordic Walking, Schwimmen und Fahrradfahren, sagen Experten.
"Ausdauersportarten in vernünftigem Umfang und entsprechender Häufigkeit sind gesundheitsfördernd", so der Direktor der Medizinischen Poliklinik der Universität Gießen. Wer aber etwa mit 65 Jahren anfange, Squash zu spielen, ohne sein Herz vorher untersuchen zu lassen, oder Marathonläufe bis zum Exzess trainiere, der schade seiner Gesundheit und riskiere im äußersten Fall sein Leben. "In diesen Fällen kann man sagen, es ist etwas Wahres dran am Sprichwort "Sport ist Mord"", sagte Bretzel.
Überanstrengungen durch das Treiben von Sport können laut Bretzel krankmachen. "Sie belasten das Herz-Kreislauf-System und schwächen das Immunsystem, der Sportler wird etwa wesentlich anfälliger für Infektionen, die auch chronisch werden können", sagte der Mediziner. Viele Freizeitsportler gönnten ihrem Körper in falsch verstandener Absicht, ihm mit der Bewegung etwas Gutes zu tun, nicht ausreichend lange Phasen der Regeneration. Wer aber etwa alle zwei Tage eine Strecke von drei Kilometern – Männer in einer Zeit unter 27 Minuten, Frauen unter 30 Minuten – schnell gehe, der fördere seine Gesundheit. Ausdauersportarten stärkten das Immunsystem und steigerten die Beweglichkeit, denn die meisten Muskelgruppen würden trainiert.
Bretzel ist Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema "Krank durch 'gesunde Bewegung'?" von Freitag bis Samstag in Oberursel im Taunus.
"Grundsätzlich kann man sagen, dass es der Gesundheit dann zuträglich ist, wenn der Sportler eine Pulsrate von 65 bis 85 Prozent seines maximalen Pulses hat, damit werden das Herz-Kreislauf-System trainiert und das Immunsystem angeregt", sagte Bretzel.
Die Pulsrate ergebe sich, wenn man von 220 das Lebensalter abziehe und von der Differenz 65 bis 85 Prozent nehme. "Bei einem 20-Jährigen bedeutet das 65 bis 85 Prozent von 200, also wäre ein Pulsschlag von 130 bis 170 gesund." Wer sich an diese Faustregel halte, der bewege sich gesund.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
- Gesundheit: Ärzte empfehlen Sport als Medizin gegen Krebs
- Sportmedizin: Sehr viel schneller wird's nicht mehr
- Gesundheit: Zum Abspecken wird jetzt ausgewandert
- Gehör: Golfabschlag manchmal so laut wie ein Düsenjet
- Freizeitsport: Durst beim Sport mit Mineralwasser stillen
- Verbrauch: Die Deutschen trinken 138 Liter Wasser im Jahr
-
00:08Präsidentschaftswahl: Unterlegener Kandidat in Ägypten will gegen Wahler...
-
00:00Verkehrssünder: Flensburger Punktedatei soll weiter verschärft...
-
26.05.2012Festnahme: Toter in Friedrichshainer Bar: Verdächtiger gefass...
- 1. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 2. Formel 1 in Monaco Strafversetzung verdirbt Schumacher nicht die Laune
- 3. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 4. Nach Berufung Hertha BSC schickt seine Spieler in den Urlaub
- 5. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler














