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Video-Kolumne

Geschichte täglich - Dr. Ankos 365

Wenn Dr. Christian Ankowitsch über die Schlacht von Hastings erzählt, trägt er dabei ein englisches Fußball-Shirt und eine französische Königskrone. Für manchen Geschichtslehrer ist das Frevel: Historie ist ein wichtiges Fach und muss mit aller nötigen Ernsthaftigkeit weitergegeben werden. Wirklich?

In der neuen History-Show "Dr. Ankos 365" nehmen Dr. Christian Ankowitsch und seine Autoren jedes Datum zum Anlass, um zurückzublicken, was an diesem Tag in der Geschichte der Menschheit so alles passierte. Mit einem Augenzwinkern schlägt er Brücken zwischen der Einweihung der Freiheitsstatue, dem ersten Schulmädchenreport und der Fertigstellung des Kölner Doms. "Wer weiß schon, was Kubismus eigentlich ist oder wie es zum Börsencrash kam", sagt Ankowitsch. "Wir verpacken Bildung mit einer guten Dosis Witz."

Die Baugeschichte des Kölner Doms hat es Ankowitsch wirklich angetan: "Der Dom stand 200 Jahre lang halbfertig herum, und die Kölner lebten mit dem Baukran bis ins 16. Jahrhundert", weiß er. Der Westfälische Frieden indes hat ihn sehr beeindruckt: "Das Ereignis war wichtig für die deutsche Nationalwerdung" – sagt der gebürtige Österreicher. Aber: Ankowitsch lebt in Berlin. Seine Frau ist Hamburgerin, er selbst fiebert inzwischen für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit.

Und seine Lieblingsfigur in der Geschichte? Bela Lugosi ist so eine. Um nach Amerika zu kommen, heuerte er als Heizer auf einem Schiff an. Er konnte kein Wort Englisch und sprach in den Filmen die Sätze lautmalerisch nach. Schließlich ließ er sich mit einem Vampirkostüm beerdigen.

Wie viele Männer legte Cleopatra flach? Hatte Napoleon Schweißfüße? In seinem Studio – eine Art Starbucks mit Büchern – lässt Ankowitsch keine Gelegenheit aus, um scheinbar dröge Themen so zu erklären, dass sie dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben.

Die Videoclips sind ausschließlich im Internet zu sehen. Wenn die Nutzer Gefallen daran finden, könnte das tägliche Kalenderblatt ein ganzes Jahr lang erzählt werden.

Wer die Texte der visuellen Kalenderblätter nachlesen möchte, findet sie auf der Internetseite zur Show.cl



Erschienen am 06.10.2008

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