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Ästhetische Medizin

Busenwunder mit körpereigenen Zellen

Die Zeit der Silikonimplantate scheint zu Ende: Eine neuartige Therapie soll den Busen auf natürliche Weise "wachsen" lassen, wie Schönheitsmediziner berichten. Und damit nicht genug - Stammzellen machen auch andere Körperteile schöner.

Frau untersucht ihren Busen
Foto: chromorange
Keine hässlichen Narben: Körpereigene Stammzellen lassen die Brüste wachsen

Eine Brustvergrößerung mit einem - mit Stammzellen angereichertem - Fettgewebe lässt die Brust natürlich aussehen und sich auch so anfühlen. Seit einiger Zeit ist bereits bekannt, dass Stammzellen in Fett enthalten sind. Bei einer Fettabsaugung fallen sie in große Mengen an und wurden früher achtlos weggeworfen.

“Mittlerweile haben wir gelernt, das man mit diesem Material alles machen kann, wenn es auf zellschonende Weise abgesaugt wurde", so der Wiener kosmetische Chirurg DDr. Karl-Georg Heinrichh. Aus dem abgesaugtem Fett werden zunächst die Stammzellen isoliert, die zur Anreicherung von speziell aufbereitetem körpereigenem Fett verwendet werden sollen ("Cell-Assisted Lipotransfer").

Das mit Stammzellen angereicherte Fettgewebe wird injiziert und zeigt eine wesentliche bessere Haltbarkeit im Vergleich zu der herkömmlichen Methode der Eigenfetteinspritzung, bei der normales, nicht angereichertes Fettgewebe injiziert wird. Der Grund dafür ist die vermehrte Ausbildung von reifen Fettzellen aus den eingeführten Stammzellen sein. Die Anwendung ist gut steuerbar - eine unkontrollierbare Fettgewebszunahme konnte bislang nicht beobachtet werden.

„Die Verwendung von lebendem, körpereigenem Gewebe erlaubt 100 Prozent natürliche Ergebnisse mit unbegrenzter Haltbarkeit“, meint Heinrich.

Stammzellen können auch bei der Formung von anderen Körperregionen, wie etwa Po, Hüften, Oberschenkel oder Waden eingesetzt werden. Im Bereich der Gesichtschirurgie könnten mit dem Einsatz von Stammzellen dauerhafte Verjüngungen erreicht werden.

DDr. Heinrich wendet diese Therapie mit körpereigenen Stammzellen in seinem Institut in Wien bereits seit einiger Zeit erfolgreich an. In Japan und den USA wurde diese Technik an zahlreichen Frauen im Rahmen von Studien mit sehr gutem Erfolg erprobt. Mittlerweile wurde das Verfahren auf Basis dieser Daten in der EU zugelassen.



Erschienen am 11.05.2007

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