Klimaveränderung
Wintersport ade – verregnete Sommer aber auch
Volle Strände an den Küsten und leere Pisten in den Skigebieten – Deutschlands Tourismus wird wegen der Klimaerwärmung völlig anders aussehen. Forscher haben errechnet, wie sich das Wetter in den nächsten Jahren verändern wird. Vorbei ist die Zeit der verregneten Sommermonate, aber auch des Wintersports.
Das deutsche Klima wird sich in Zukunft merklich verändern. Heißere Sommer im Süden, weniger Schneetage in den Alpen und eine geringere Niederschlagsrate im Norden, werden dann zu einer Umstrukturierung der Tourismusbranche führen. Das Forscherteam um Daniela Jakob vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg sagt voraus, dass die Durchschnittstemperatur in Deutschland bis zum Jahr 2100 je nach Höhe der künftigen Treibhausgasemissionen um 2,5 bis 3,5 Grad Celsius ansteigt. Es wird wärmer im Winter. Zugleich sinken die Niederschläge im Sommer großflächig. Forscher rechnen mit einem Rückgang der Sommerniederschläge um bis zu 30 Prozent, besonders in Süd- und Südwest-Deutschland sowie in Nordost-Deutschland.
Vorbei ist es dann mit den verregneten Sommermonaten, dafür werden die Winter den Computersimulationen zufolge feuchter. "Vor allem in den Mittelgebirgen Süd- und Südwest- Deutschlands ist über ein Drittel mehr Niederschlag zu erwarten als heute", heißt es im
Bericht des Umweltbundesamts
.
Im Winter werden sich die Gebiete im Süden und Südosten Deutschlands stark erwärmen. Bis zum Jahr 2100 könnten die Winter hier um mehr als 4 Grad wärmer werden als im Zeitraum 1961 bis 1990. Mehr Regen bedeutet weniger Schnee in den Alpen und schlechte Zeiten für die Wintersportfreunde. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fiel in diesem Gebiet etwa ein Drittel des Gesamtniederschlags als Schnee. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts könnte Schnee nur noch ein Sechstel ausmachen. In den touristischen Schneegebieten wie Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald werden die Tage mit frostigem Niederschlag auf die Hälfte sinken, in höheren Regionen wie Zermatt und St. Moritz immer noch um etwa ein Drittel.
Die Sommerurlauber können sich jedoch freuen, denn an den Küsten steigen die Temperaturen bis 2100 deutlich an. Es erwärmt sich an der Ostsee um etwa 2,8 Grad und 2,5 Grad an der Nordsee. Der Sommer wird heißer und trockener, davon könnte die Tourismusbranche in diesen Gebieten stark profitieren. Die jährliche Niederschlagsmenge bleibt jedoch konstant, da die Wintermonate um 30 Prozent stärker verregnet sein werden.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
- Umwelt: Künstliche Wolken und Staub als Schutzschild
- Umweltverschmutzung: Der Mensch verhindert Regenschauer
- 15. April: Wetterdienst sagt Dürre in Deutschland vorher
- Meteorologie: Wie Mikroorganismen Schnee und Regen machen
- Klimakatastrophe: Wetterdienst sagt Dürre in Deutschland vorher
- Klima: Extreme Hitze und sintflutartige Güsse
-
00:08Präsidentschaftswahl: Unterlegener Kandidat in Ägypten will gegen Wahler...
-
00:00Verkehrssünder: Flensburger Punktedatei soll weiter verschärft...
-
26.05.2012Festnahme: Toter in Friedrichshainer Bar: Verdächtiger gefass...
- 1. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 2. Formel 1 in Monaco Strafversetzung verdirbt Schumacher nicht die Laune
- 3. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 4. Nach Berufung Hertha BSC schickt seine Spieler in den Urlaub
- 5. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler














