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Tiere

Australien beginnt mit der Tötung von Kängurus

Allen Protesten von Tierschützern zum Trotz haben die australischen Behörden mit der Tötung von 400 Kängurus am Rande der Hauptstadt Canberra begonnen. Zuvor war auch über eine Umsiedlung der Tiere nachgedacht worden. Diese Alternative wurde aus Kostengründen verworfen.

Kängurus
Foto: picture alliance
400 Kängurus sind von der australischen Regierung zum Abschuss freigegeben

Am Montag wurden bereits bis zu 40 Beuteltiere mit Pfeilen betäubt und dann mit einer tödlichen Spritze eingeschläfert, wie der Tierschutzverband Animal Liberation New South Wales mitteilte. Der Organisation kündigte Proteste gegen das Vorgehen an.

Das Verteidigungsministerium hatte die Tötungen auf einem stillgelegten Militärgelände angeordnet, da es sich als zu kostspielig erwiesen habe, die Tiere einzufangen und an einem anderen Ort anzusiedeln. Den Behörden zufolge hat die Population von Kängurus im Raum Canberra derartig zugenommen, dass seltene Reptilien und Insekten im selben Grasland bedroht seien. Tierschützer lehnen die Tötungen dennoch vehement ab und fordern bestenfalls eine Umsiedlung der Beuteltiere.

Die Tierschützer hoffen nun auf die prominente Unterstützung von Paul McCartney. Der Ex-Beatle war schon mehrfach als Tierschützer aktiv und soll nach dem Wunsch der Tierschützer die Umsieldung der Kängurus finaziell unterstützen.AP/ LF



Erschienen am 19.05.2008

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