Prophezeiung
Isaac Newton sagte Weltende für 2060 voraus
Astronomie, Mathematik, Optik, Physik: Für seine Erkenntnisse erlangte Isaac Newton weltweite Berühmtheit. Doch die Arbeit des tief religiösen Physikers beschränkte sich nicht nur auf irdische Fragen. Newton war überzeugt: In der Bibel verbergen sich wichtige Prophezeihung für die Menschheit.
Der Weltuntergang war in der Vorstellung der Menschen nicht an ein bestimmtes Datum gebunden. Gemälde von Jan Breughel d. Ä., um 1560.
Isaac Newton, einer der einflussreichsten Wissenschaftler der Welt, hat Anfang des 18. Jahrhunderts das Ende der Welt für das Jahr 2060 vorausgesagt. In der Ausstellung "Newtons Geheimnisse" präsentiert die Hebräische Universität in Jerusalem einen Brief von 1704, in dem der Forscher das Weltende auf 1260 Jahre nach der Gründung des Heiligen Römischen Reiches (800 nach Christus) festsetzte. Entsprechende Schriften und Zeichnungen des vor 280 Jahren gestorbenen Forschers lagern bereits seit 1969 in den Archiven der israelischen Nationalbibliothek. Newton wertete für seine Vorhersage nach Angaben der Universität Bibelverse aus.
"Es könnte später enden, aber ich sehe keinen Grund, dass es früher enden sollte", schrieb Newton Anfang des 18. Jahrhunderts über den von ihm errechneten Weltuntergang. Während er bislang vor allem für seine Grundlagenforschung in Mathematik, Optik, Astronomie und Physik berühmt ist, zeigen seine spirituellen Schriften Newton als tief religiösen Mann. "Diese Dokumente zeigen einen Wissenschaftler, der von religiöser Leidenschaft geführt wurde. Von einem Verlangen, Gottes Wirken in der Welt zu sehen.", erklärte die Kuratorin Yemima Ben-Menahem.
Newton sei überzeugt gewesen, dass sich in den biblischen Texten wichtige Weisheiten für die Menschheit verbergen. Neben seinen Interpretationen des apokalyptischen Buches Daniel in der Bibel untersuchte Newton auch den Tempel in Jerusalem. In dessen Aufbau, so vermutete der Wissenschaftler, spiegele sich der gesamte Kosmos.
Ein jüdischer Gelehrter hatte die Unterlagen 1936 in London ersteigert. Seit fast 40 Jahren lagern sie in den Safes der Nationalbibliothek in Jerusalem und waren bislang nur einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern zugänglich.
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