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13.05.08

Psychologie

Erzwungenes Dauerlächeln macht krank

Mehrere Studien legen nahe, dass Lachen gut für die Gesundheit ist. Doch dies gilt nicht für beruflich verordnetes Lächeln – im Gegenteil: "Berufslächlern" wie Stewardessen oder Verkäufern drohen Depressionen, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme wie Frankfurter Psychologen herausgefunden haben.

© dpa
Stewardessen besonders gefährdet: Beruflich angeordnetes Lächeln kann Stress
auslösen und sogar zu Depression, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Problemen führen
Stewardessen besonders gefährdet: Beruflich angeordnetes Lächeln kann Stress auslösen und sogar zu Depression, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Problemen führen

In manchen Berufen gehört Lachen zum Handwerk: Besonders von Stewardessen, Verkäufern und Mitarbeitern von Call-Centern wird aus Rücksicht auf Kunden das Vortäuschen von Freundlichkeit verlangt. Nach Untersuchungen von Forschern an der Universität Frankfurt kann aber beruflich verordnetes Lächeln krank machen.


Mögliche Folgen seien Depressionen, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme wie die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf die Studie berichtet. Der Frankfurter Psychologe Dieter Zapf rät deshalb Menschen, die beruflich viel lächeln, sich in Arbeitspausen regelmäßig zurückzuziehen. So könnten sie Aggressionen abbauen und sich von dem "ständigen Lächelzwang" erholen, berichtete das Magazin.

Um das Lächeln des Gegenübers richtig einzuschätzen, hilft ein Blick auf den Sekundenzeiger: Ein echtes Lächeln dauert nur zwischen einer halben und vier Sekunden, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Vorabmeldung. Es gezielt einzusetzen, ohne dass es als falsches Grinsen erscheint, ist hohe Schauspielkunst. Ein Trick dabei: Man erinnert sich an eine Situation, in der man sehr glücklich war.

Der Berliner Verhaltensbiologe Dietmar Todt vermutet dem Bericht zufolge, Lächeln sei als "Angstgrinsen" in der menschlichen Vorgeschichte entstanden. Das echte, entspannte und freundliche Lächeln ist nur eine von einem guten Dutzend Varianten.

Quelle: AP/OC
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