Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
22.02.12

Raumfahrt

Japaner wollen Super-Aufzug ins Weltall bauen

Keine Fantasterei: Eine japanische Baufirma will eine rund 96.000 Kilometer lange Röhre konstruieren, in der ein Aufzug bis zu 30 Menschen ins All befördert.

Esa

Trümmerteile früherer Weltraummissionen kreisen neben intakten Satelliten zwischen einer Höhe von 700 Kilometern und der geostationären Umlaufbahn in 36.000 Kilometern Höhe um die Erde. Schon kleinste Wrackteile könnten mit ihrer Geschwindigkeit von bis zu 50.000 Stundenkilometern beim Aufprall tiefe Löcher in Raumfähren reißen oder Satelliten zertrümmern.

8 Bilder

Eine japanische Baufirma will womöglich einen tausende Kilometer langen Aufzug ins Weltall bauen. Die Firma Obayashi erklärte jetzt, sie könne möglicherweise schon in 40 Jahren eine rund 96.000 Kilometer lange Röhre konstruieren, in der ein Hochgeschwindigkeitsaufzug Menschen ins Weltall befördern würde.

Bis zu 30 Passagiere soll der Aufzug demnach mit einer Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde in die Höhe katapultieren und ein Viertel der Strecke bis zum Mond zurücklegen lassen.

Nach gut einer Woche Fahrzeit kämen die Passagiere schließlich auf einer Plattform auf einer Höhe von 36.000 Kilometern über der

Erdoberfläche an, entwarf Obayashi seine Zukunftsvisionen. Touristen würden dort aussteigen, aber Wissenschaftler könnten bis zum Ende fahren. "Menschen haben immer hohe Türme bewundert", begründete Projektleiterin Satomi Katsuyama die Idee eines Weltraumaufzugs.

Obayashis Experten zufolge ist ein solches Projekt technisch möglich. Das Unternehmen räumte indes ein, es könne die Kosten noch nicht einschätzen.

Überdies gebe es noch keinen Investor und es sei auch noch nicht geklärt, wo die riesige Röhre auf der Erde gebaut werden könnte und wer sich in dem Aufzug in den Weltraum schießen lassen wolle.

Obayashi ist eine seriöse japanische Baufirma, die unter anderem mit dem Bau des "Stadium Australia" für die Olympischen Spiele in Sydney und für ihre Mitarbeit an der Konstruktion der U-Bahn in Dubai bekannt ist.

Derzeit baut Obayashi an Japans höchstem Gebäude, dem Tokio Sky Tree mit einer Höhe von 634 Metern. Die Arbeiten sollen in Kürze abgeschlossen werden.

Quelle: AFP/oc
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Krebs
Impfung gegen Krebs

Forscher wollen Tumore künftig mit Vakzinen besiegen.

Video Nachrichten mehr
Kenia Explosion erschüttert Einkaufzentrum in Nairobi
Großrazzia Polizei verhaftet italienische Fußballprofis
Filmpreis Haneke mit "Goldener Palme" in Cannes…
Sicherheitsrat UN verurteilt Massaker in Syrien
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Berlin

Bunter Straßenumzug zum 17. Karneval der Kulturen

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote