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10.02.12

Kaffeemaschine

"Tassimo"-Benutzer werden verbrüht

Die US-Verbraucherschutzbehörde warnt vor "Tassimo"-Kaffeemaschinen. Wegen Defekten verbrühten sich 140 Menschen, ein Mädchen musste mit Verbrennungen ins Krankenhaus.

picture-alliance/ obs/Luigi_Lavazza_Deutschland_GmbH

Seit vielen Jahren hat das italienische Kaffeehaus Lavazza ein System mit Plastikkapseln in seinem Sortiment. Sieben verschiedene Arten Espresso und acht unterschiedliche Teesorten können in der Maschine "Lavazza Blue" zubereitet werden. Um 400 Euro.

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Der Elektrogeräte-Hersteller Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) und der Lebensmittelriese Kraft Foods haben in Nordamerika Ärger mit der Kaffeemaschine "Tassimo". Die US-Verbraucherschutzbehörde rief am Donnerstag dazu auf, insgesamt 1,7 Millionen dieser BSH-Geräte nicht mehr zu benutzen. Aufgrund zweier Defekte bestehe die Gefahr sich zu verbrühen. In 140 Fällen seien Personen von heißer Flüssigkeit verbrüht worden. 37 Menschen hätten Verbrennungen zweiten Grades erlitten, ein zehnjähriges Mädchen sei mit Verbrennungen an Gesicht und Hals ins Krankenhaus gekommen.

Zu Klagen gegen BSH sei es bislang nicht gekommen, sagte eine Firmensprecherin am Freitag. Der europäische Markt sei nicht betroffen. In Nordamerika erhielten die Kunden Austauschhalterungen für die Geräte zugesandt.

Verantwortlich für die Gefährdung sind sowohl BSH als auch Kraft. Zum einen könne sich bei vorzeitigem Öffnen der Maschine ein Plastikteil lösen und dadurch heiße Flüssigkeit dem Benutzer entgegenschießen. Von Kraft produzierte Kaffeekartuschen der Marken Gevalia, Maxwell House und Nabob könnten zudem verstopfen. Während oder nach dem Brühvorgang drohe daher Verbrennungsgefahr. Die nordamerikanischen Kaffeetrinker sollten daher die Pads nicht mehr benutzen. Rund vier Millionen Packungen seien betroffen, teilten die Verbraucherschützer mit.

Quelle: Reuters/sei
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