Tierwelt
Rätsel um Flug von riesigem Urvogel gelöst
Argentavis magnificens hatte eine Flügelspannweite von der Größe eines Leichtflugzeuges. Wie der prähistorische Vogel sich trotz seiner Größe in der Luft halten konnte, war bisher ein Rätsel. Mit Hilfe eines Flugsimulationsprogramms haben Forscher jetzt die Lösung gefunden.
US-Forscher haben das Rätsel gelöst, wie sich ein prähistorischer Riesenvogel in der Luft halten konnte. Der Argentavis magnificens, der mit einer Flügelspannweite von sechseinhalb Metern die Größe eines Leichtflugzeugs erreichen konnte, nutzte Aufwinde über den südamerikanischen Anden, um kilometerweit durch die Luft zu gleiten, wie eine US-Studie ergab. Die Forscher um den Geologen Sankar Chatterjee vom Museum der Texas Tech University nutzten ein Flugsimulationsprogramm, um die Bewegungen des über 60 Kilogramm schweren Greifvogels nachzuempfinden, der an den Flügeln nur mit wenigen Muskeln ausgestattet war.
"Sobald er erst einmal in der Luft war, war das kein Problem mehr", erläuterte Chatterjee. Im Gleitflug habe das Tier, das vor sechs Millionen Jahren im heutige Argentinien vorkam, gut 300 Kilometer zurücklegen und Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern erreichen können. Wie der heute in den Anden lebende Kondor nutzte der Argentavis magnificens den Forschern zufolge thermische Strömungen über den Anden und ihren Ausläufern, um aus der Luft nach Beute Ausschau zu halten. Um überhaupt abheben zu können, war der Riesenvogel der Studie zufolge wahrscheinlich auf Abhänge und günstige Winde angewiesen.


















