Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
13.09.11

Gefährliche Giftstoffe

Zahl der Erkrankungen steigt mit Zahl der Tattoos

Forscher weisen in Tätowierfarben gefährliche Gifte nach, die in den Blutkreislauf gelangen. Von dort erreichen sie die Organe, wo sie sich einlagern können.

AFP

Aus diesen Farben kann man wählen: Wie gefährlich die Inhaltsstoffe sind, wird meist verschwiegen.

9 Bilder

Obwohl mit der Tätowiermittelverordnung krebserzeugende Azofarbstoffe in der Tätowiertinte verboten sind, gelangen mit der Tinte beim Stechen von Tattoos immer noch giftige Stoffe in die Haut. Von dort aus gehen sie in den Blutkreislauf über und erreichen somit auch die Organe, wo die Gifte sich einlagern und Schäden anrichten können.

Einige dieser giftigen Substanzen haben Forscher an der Universität Regensburg in schwarzer Tattoo-Tinte nachgewiesen und zudem tätowierte Menschen zu eventuellen Gesundheitsproblemen befragt. Ihre Ergebnisse wurden im Fachblatt "Contact Dermatitis" veröffentlicht.

Demnach finden sich in schwarzer Tätowierfarbe, die häufig bei der Gestaltung der Körperkunst verwendet wird, gesundheitsschädliche Substanzen wie unter anderem Hexachloro-1, Methenamin, Dibenzofuran, Benzophenon oder 9-Fluorenon.

Die Analyse von 14 verschiedenen in Europa, Asien und den USA vertriebenen und eingesetzten Produkten ergab, dass mindestens eine der Chemikalien darin enthalten war. Sie stehen alle im Verdacht, krebserregend, erbgut- oder embryoschädigend zu sein.

Dass die Inhaltsstoffe tatsächlich gesundheitsschädlich wirken, zeigt die Umfrage der Wissenschaftler. So treten nicht selten Hautreaktionen wie Jucken, Brennen oder Ekzeme an der tätowierten Stelle auf, bei einigen blieben die Probleme auf Dauer bestehen. Hierbei steigt die Zahl der Erkrankungen mit der Zahl der Tätowierungen - je mehr bunte Bilder der Mensch sich stechen lässt, umso höher die Gefahr von Gesundheitsproblemen.

Die Regensburger Forscher schätzen, dass eine halbe Million Menschen tattoobedingte Hautprobleme haben und sprechen sich daher für strengere Richtlinien bezüglich der Inhaltsstoffe für Tattoo-Farbe aus. Hierbei empfehlen sie eine Orientierung an den Reglementierungen für Kosmetika: Was nicht auf die Haut darf, darf schon gar nicht in die Haut.

Quelle: mp/jn
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Krebs
Impfung gegen Krebs

Forscher wollen Tumore künftig mit Vakzinen besiegen.

Video Nachrichten mehr
Kenia Explosion erschüttert Einkaufzentrum in Nairobi
Großrazzia Polizei verhaftet italienische Fußballprofis
Filmpreis Haneke mit "Goldener Palme" in Cannes…
Sicherheitsrat UN verurteilt Massaker in Syrien
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Berlin

Bunter Straßenumzug zum 17. Karneval der Kulturen

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote