Himmelsspektakel
Google spendiert zur Mondfinsternis ein Doodle
Der Blutmond blieb hinter Wolken. Himmelsgucker in Deutschland haben zur totalen Mondfinsternis vielerorts vergeblich auf Wolkenlücken gehofft. Google feiert das Phänomen dennoch mit einem Doodle.
Google feiert die totale Mondfinsternis am Mittwochabend mit einem Doodle. Allerdings droht ein Tief über Skandinavien die Sicht der Deutschen auf die totale Mondfinsternis zu trüben.
Vor allem im Norden und Westen Deutschlands erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Bewölkung und mancherorts sogar Regen. Besser sind Beobachter in Süd- und Ostdeutschland dran. Wer Glück mit dem Wetter hat, kann die rotbraun leuchtende Modfinsternis zwischen dem Aufgang gegen 21 Uhr und Mitternacht am Südosthorizont bestaunen.
"Im Süden sind die Chancen gar nicht so schlecht", sagte DWD-Meteorologe Martin Jonas wenige Stunden vor Beginn der Mondfinsternis. "Dort könnten sich auch größere Wolkenlücken ergeben." Auch östlich der Elbe in Richtung Oder und Neiße könne der Himmel aufreißen. Bei der längsten Mondfinsternis seit mehr als zehn Jahren wird der Erdtrabant zentral durch den Erdschatten wandern.
Der Beginn der Mondfinsternis ist von Deutschland aus allerdings nicht zu sehen – der Mond geht bereits verfinstert auf. Von Mondaufgang bis Mitternacht lässt sich die zweite Hälfte des Spektakels dann mit bloßen Augen verfolgen, sofern das Wetter mitspielt. Eine spezielle Ausrüstung ist nicht notwendig.
Beobachter brauchen jedoch einen freien Blick zum Südosthorizont: Bis zum Ende der Mondfinsternis wird der Erdtrabant nur 10 bis 15 Grad über den Horizont steigen. Die lange Dämmerung erschwert zusätzlich den Blick auf das Ereignis.
Mit viel Glück kann zum Ende der Mondfinsternis um kurz nach 23 Uhr auch noch die Internationale Raumstation ISS bestaunt werden. Sie zieht als hell leuchtendes Gestirn halbhoch über den Südwesthimmel.
Für "Mofi"-Fans mit Wetterpech haben Observatorien in mehreren Ländern angekündigt, das Ereignis live im Internet zu zeigen. Einen Logenplatz hat die Mondsonde "LRO" der US-Raumfahrtbehörde Nasa. In nur rund 50 Kilometern Abstand vom Erdtrabanten soll sie messen, wie stark die Mondoberfläche sich im Erdschatten abkühlt.
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