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31.03.07

Tiere

Eichhörnchen kriegen die Pille

Ein hormoneller Wirkstoff, der die Fruchtbarkeit eindämmt, soll der raschen Vermehrung der Nagetiere ein Ende setzen. Die Einwohner fürchten, die großen grauen Hörnchen könnten Tollwut, Flöhe oder sogar die Beulenpest übertragen.

© R3516_Kina_639
Grauhörnchen
Das gemeine Grauhörnchen

Die großen amerikanischen Eichhörnchen bekommen empfängnisverhütende Mittel verabreicht. Das berichtete die "Los Angeles Times". Das Projekt startet in der kalifornischen Stadt Santa Monica. Ein hormoneller Wirkstoff, der die Fruchtbarkeit eindämmt, soll der raschen Vermehrung der Nagetiere ein Ende setzen. Die Einwohner fürchten, die großen grauen Hörnchen könnten Tollwut, Flöhe oder sogar die Beulenpest übertragen. Im Stadtpark leben mehr als 1000 Hörnchen, die Art bringt es fast auf die doppelte Größe der europäischen roten Hörnchen. Die Tiere vermehren sich rasant, in den USA haben sie sich zur Plage entwickelt. Der Einsatz von Gift und Gas gegen die Nager hatte in den vergangenen Jahren Tierschützer auf den Plan gerufen.

Mit der Pillen-Lösung habe nun die Diplomatie gesiegt, loben die Stadtväter. Die Überbevölkerung der Eichhörnchen hat Santa Monica schon fünf Rügen von der Bezirksverwaltung eingebracht. Als die Stadt Giftfallen aufstellte, gingen Tierschützer auf die Barrikaden. Auch als Gas in die Erdlöcher der Tiere gepumpt wurde, gab es Proteste. Ab Sommer bekommen die Hörnchen das Mittel. Der Wirkstoff hält bis zu fünf Jahre. Vorbild ist die Stadt Berkeley, hier war die Empfängnisverhütung schon erfolgreich: Die Eichhörnchen-Geburtenrate wurde um 66 Prozent gesenkt.

Quelle: dpa/cl
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