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02.09.10

Biologie

Ameisen schützen Bäume vor gefräßigen Elefanten

Ameisen können Dickhäutern ihr Futter abtrotzen: Sie krabbeln auf Bäume und schützen diese damit vor knabbernden Elefanten.

© dpa
Elefanten in Kenia
Elefanten sind gefräßig. Ameisen können sie aber am Futtern hindern

Ameisen im Rüssel – das mögen Elefanten gar nicht. Deswegen machen sich die gefräßigen Dickhäuter in der ostafrikanischen Savanne auch nicht über Flötenakazien (Acacia drepanolobium) her. Die Tierchen leben nämlich in den dornenreichen Bäumen und schützen sie damit vor den Elefanten, bestätigte Todd Palmer vom Mpala Forschungszentrum in Kenia der US-Wissenschaftszeitschrift "Current Biology".

"Es ist eine dieser David-und-Goliath-Geschichten", beschreibt Palmer – Geschichten, in denen Kleine Große in die Flucht schlagen. Ameisen, von denen jede weniger als fünf Milligramm wiegt, könnten Bäume vor millionenfach schwereren Elefanten schützen.

Sie krabbeln dem Experten zufolge in die extrem sensiblen Rüssel der Elefanten. "Es scheint, dass die Elefanten das einfach nicht mögen." Wenn die Insekten von den Akazien entfernt würden, machten sich die Elefanten über die Bäume her. Ameisen hätten damit einen erheblichen Einfluss auf das Ökosystem, in dem sie lebten.

Es könnte sein, dass sie zum Erhalt der Savanne beitragen könnten. Giraffen allerdings, so berichtete Palmer weiter, stören sich an den Ameisen gar nicht, wenn sie sich am Laubwerk der bis zu sechs Meter hohen Bäume bedienen. Sie wischen die Tierchen mit ihrer langen, rauen Zunge einfach weg. Flötenakazien sind niedrige Büsche. Bläst der Wind in Hohlräume der Pflanze, produzieren sie einen Pfeifton.

Quelle: dpa/cl
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