Raumfahrt
Mars-Sonde "Phoenix" starb den Kältetod
Die Mars-Sonde "Phoenix" ist nach Nasa-Angaben nicht mehr funktionstüchtig. Der Versuch, Kontakt mit "Phoenix" aufzunehmen, sei endgültig gescheitert.
Die Mars-Sonde "Phoenix", die vor zwei Jahren die Existenz von Eiswasser auf dem Roten Planeten nachgewiesen hatte, ist tatsächlich den Kältetod gestorben. Die Sonde habe – wie erwartet – den harten Mars-Winter nicht überstanden. Auch wiederholte Versuche, mit ihr Kontakt aufzunehmen, seien gescheitert, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Montag (Ortszeit) mit. Ein Mars-Orbiter, der "Phoenix" kürzlich überflog, konnte laut NASA keine Signale ausmachen. Ein neues Foto zeige Zeichen von schweren Eis-Schäden an den Solarflächen von "Phoenix".
Die letzten Daten der Sonde hatte die Nasa am 2. November 2008 aufgefangen. "Phoenix" hatte nach fünfmonatiger erfolgreicher Operation seine Arbeit eingestellt. Schon damals gingen die Nasa-EXperten davon aus, dass "Phoenix" den beginnenden eisigen Winter auf dem Mars nicht überleben werde. Ohnehin hatte "Phoenix" schon wesentlich länger funktioniert als geplant: Eigentlich hätte die Sonde lediglich drei Monate arbeiten sollen.
"Phoenix" hatte bei seinen Bohrungen im Eisboden des Marspols erstmals Spuren von Wasser auf dem Roten Planeten nachgewiesen. Wasser gilt in der Wissenschaft als Voraussetzung für jede Form einfachsten Lebens. Außerdem konnte die Sonde im Marsboden giftiges Perchlorat-Salz nachweisen. Die Entdeckung des Giftes verringere allerdings die Chancen, tatsächlich auf dem Mars Leben zu stoßen, hieß es.
"Phoenix" hatte am 4. August 2007 die Reise zum Mars angetreten und war am 25. Mai 2008 auf dem Roten Planeten gelandet. Die mit Kameras ausgestattete Sonde sendete mehr als 25.000 Bilder vom Mars zur Erde.
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