Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
22.03.10

Landschaftspflege

Die Mündung eines Flusses zieht um

Damit eine Fischart mehr Futter finden kann, wollen Behörden in Utah den Lauf eines Flusses verschieben. Dem Wasserbewohner sollen außerdem mehr Verstecke geboten werden. Die Tiere gab es einst in Millionenzahl. Heute sind es weniger als 1000 Exemplare – und das auch nur, weil sie gezüchtet werden.

© Flickr.com/outkast9821
So idyllisch sieht es am Provo River aus
So idyllisch sieht es am Provo River aus

Die Behörden in Utah wollen den Lauf eines Flusses verschieben, um das Aussterben eines bedrohten Fisches zu verhindern. Ein noch nicht abgeschlossener Plan sieht vor, die Mündung des Provo River in den Utah-See bis zu 3,8 Meilen nach Norden zu verschieben und auf einem Deltagebiet in westliche Richtung mäandern zu lassen. Das soll es dem June Sucker (Juni-Sauger, chasmistes liorus ) ermöglichen, mehr Futter zu finden, und ihm zudem Verstecke vor Feinden wie dem Karpfen bieten. Der June Sucker lebt als endemische Tierart ausschließlich in Utah.

Der untere Abschnitt des Provo River, das angestammte Laichgebiet des Fisches, war vor Jahrzehnten vertieft und verengt worden, um die Gefahr für Hochwasser zu mindern. Dadurch sind die Überlebenschancen frisch geschlüpfter June Sucker drastisch gesunken. Schwammen in den Gewässern von Utah einst Millionen der Fische, die bis zu zwei Kilo schwer und 40 Jahre alt werden können, sollen es heute weniger als 1000 Exemplare sein.

Der June Sucker steht seit 1986 auf der Liste bedrohter Tierarten. Er wird inzwischen in speziellen Zuchtstätten aufgezogen und nach Erreichen einer bestimmten Größe wieder im Fluss ausgewildert. Im Rahmen verschiedener Bemühungen, das Überleben der Spezies in freier Natur zu sichern, waren in den vergangenen Jahren unzählige Karpfen, die von Menschen im Provo River ausgesetzt worden waren und sich dort massiv vermehrt hatten, getötet worden. Dies habe aber keinen Durchbruch gebracht.

In der Stadt Provo, rund 80 Kilometer von Salt Lake City entfernt, soll am 25. März das Projekt zur Verschiebung des Flusslaufes öffentlich vorgestellt und diskutiert werden, kündigte Mark Holden von der Kommission des Bundesstaates Utah zur Wiederherstellung und Bewahrung an.

Quelle: graw
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Krebs
Impfung gegen Krebs

Forscher wollen Tumore künftig mit Vakzinen besiegen.

Video Nachrichten mehr
Kenia Explosion erschüttert Einkaufzentrum in Nairobi
Großrazzia Polizei verhaftet italienische Fußballprofis
Filmpreis Haneke mit "Goldener Palme" in Cannes…
Sicherheitsrat UN verurteilt Massaker in Syrien
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Berlin

Bunter Straßenumzug zum 17. Karneval der Kulturen

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote