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15.03.10

Tablet-Computer

Apple-Fans bestellen geschätzte 150.000 iPads

Der Erfolg des iPads von Apple wird heiß diskutiert: Hat der Tablet-Computer das Zeug zum Verkaufsschlager? Blogger gehen davon aus, dass Apple-Fans bis zum Verkaufsstart in den USA eine halbe Million iPads vorbestellen. Ein Großteil hat sich schon ein Gerät gesichert – vor allem preisgünstigere Versionen.

REUTERS

Es sieht aus wie ein großes iPhone.

15 Bilder

Apple-Experten gehen von einem gelungenen Verkaufstart für das iPad von Apple aus. Seit 12. März sind Vorbestellungen für die USA möglich, geliefert werden soll ab 3. April 2010. Der Venezolaner Daniel Tello, ein auf Apples Geschäfte spezialisierter Analyst, hat hochgerechnet, dass am ersten Tag 120.000 iPads vorbestellt worden sind.

"In den drei Wochen und an zwei Wochenenden bis zur Auslieferung würde ich von nicht mehr als einer halben Million Vorbestellungen und Reservierungen ausgehen", sagte Tello dem US-Blog "Brainstorm Tech" des Wirtschaftsjournalisten Philip Elmer DeWitt.

Die Apple-Fans können die flachen Tablet-Computer, die ohne Tastatur mit einem Touchscreen bedienbar sind und etwa 700 Gramm wiegen, sowohl gleich online bestellen als auch reservieren und dann in einem der Apple-Stores abholen. Die iPads kosten je nach Leistung und Ausstattung zwischen 499 und 829 US-Dollar.

Die Mehrheit der Kunden, schätzungsweise zwei von drei, orderten laut Tello die preiswerteren WLAN-Modelle mit weniger Arbeitsspeicher. Teurer sind iPads, die zusätzlich den UMTS-Mobilfunkstandard erfüllen und statt 16 oder 32 über 64 Gigabyte Speicherplatz auf einer Flash-Karte verfügen.

Für seine Schätzungen ist der venezolanische Apple-Experte auf die Auskünfte von iPad-Bestellern angewiesen. Bis zum 14. März – über einen Zeitraum von 39 Stunden – teilten ihm 120 Apple-Anhänger ihre Bestelldaten mit. Sie orderten zusammen 137 iPads. Dann hat sich der Schätzer angesehen, wie viele Bestellungen an den Tagen vor den ersten iPad-Bestellungen bei Apple über dessen Website eingingen.

So ermittelte Tello allein für den 12. März 120.000 Vorbestellungen und konstatierte für das anschließende Wochenende nachlassendes Interesse: Noch weitere 32.000 iPads sollen demnach bestellt worden sein, insgesamt geht Daniel Tello von 152.000 Geräten aus. In den ersten Stunden hätten vor allem viele durchgeknallte Fans bestellt – auf deren Konten gingen bestimmt die Hälfte der Nachfrage, meint der Fachmann.

Für die folgenden Tage geht er von wochentäglich 30.000 und für die Samstage und Sonntage von jeweils 15.000 Bestellungen aus. So kommt er auf jene halbe Million iPads bis zum Verkaufsstart – er nimmt an, dass die Nachfrage erst richtig nach dem Verkaufsstart anzieht. Die erste Million dürfte Mitte April verkauft sein, meint Tello – und räumt zugleich ein, dass seine Datenbasis für derlei Spekulationen noch ziemlich dünn sei.

Zum Vergleich: 2007, im ersten Jahr des Smartphones iPhone von Apple brauchte das Unternehmen einige Wochen mehr, um eine Million Stück zu verkaufen, im letzten Quartal 2009 verkaufte nach eigenen Angaben jedoch schon 8,7 Millionen iPhones – das entspricht durchschnittlich täglich knapp 95.000 Telefonen.

Die Prognosen der Analysten liegen auseinander, was den mutmaßlichen Absatz des iPads angeht, zwischen zwei und sechs Millionen Stück im ersten Jahr. Apple preist den Tablet-Computer als revolutionär an, Kritiker haben moniert, dass dessen Nutzbarkeit allein von den von Apple kontrollierten und freigegebenen Apps (Abkürzung für application , auf Deutsch Anwendung) abhänge.

An einen Erfolg glauben wohl auch Aktionäre. Die Nachfrage nach Apple-Aktien sorgte schon am ersten Tag der Vorbestellungen für einen um mehr als einen Prozentpunkt höheren Kurs; die Aktie kostete 229 Dollar.

In Deutschland sollen die iPads laut Apple Ende April verkauft werden. Die Preise würden im April bekannt gegeben, hieß es; sie könnten laut von Apple nicht bestätigten Medienberichten zwischen knapp 500 und 830 Euro liegen liegen.

Quelle: oht
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