Hacker-Angriff
Heiße Spur führt an chinesische Elite-Schulen
Die Hinweise verdichten sich, dass der Hacker-Angriff auf Google von chinesischen Behörden initiiert worden ist. So haben die US-Ermittler die Spuren zurückverfolgt – und sind auf zwei Elite-Schulen mit Verbindungen zu Regierung und Militär gestoßen. China hatte die Vorwürfe bislang stets bestritten.
Langsam kommt Licht ins Dunkel des Hacker-Angriffs auf den Suchmaschinen-Primus Google und Dutzende andere US-Konzerne.
Nach Angaben von US-Medien vermuten die Ermittler, dass die Attacken aus chinesischen Schulen heraus geführt wurden. Bislang endete die Spur bei Computer-Knotenpunkten in Taiwan. Die Eliteuniversität Schanghai Jiaotong und die Berufsschule Lanxiang seien an der Attacke beteiligt gewesen, schreibt die "New York Times" unter Berufung auf die bisherigen Ermittlungsergebnisse. Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre das ein weiteres Indiz dafür, dass die chinesische Regierung hinter allem steckt. Die Berufsschule unterhält gute Verbindungen zum Militär.
Ziel der Attacken, die dem Zeitungsbericht zufolge bereits im April anfingen, war der Diebstahl von Firmengeheimnissen. Zudem wollten die Hacker Zugriff auf die E-Mail-Konten von chinesischen Dissidenten bekommen. Google war im Januar an die Öffentlichkeit gegangen und hatte mit dem Rückzug vom chinesischen Markt gedroht. Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" sind insgesamt bis zu 34 US-Unternehmen betroffen.
Ein Bericht des US-Kongresse hatte China belastet. Die chinesische Regierung stritt jedoch jede Verwicklung ab. Selbst wenn Angriffe nach China zurückverfolgt werden könnten, sei es wahrscheinlich, dass die Attacken von Leuten in anderen Ländern kontrolliert würden, sagte ein Funktionär Anfang Februar.
"Es gibt zehntausende Computer in China, die von Leuten außerhalb des Landes unter Kontrolle gebracht worden sind."
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