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22.01.10

Gesundheit

Kälte hilft gegen Venenleiden

Sport bei kühlem Wetter unterstützt die Venentätigkeit. Denn die kalte Luft bewirkt, dass sich die Venen zusammen ziehen, wie Malte Ludwig vom Berufsverband Deutscher Internisten erklärt. Außerdem aktivieren Spaziergänge in der Kälte oder Ski-Langlauf die Muskelpumpe und stärkten zusätzlich die Venen.

© pa
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"Bei jedem Schritt arbeiten die Muskeln und aktivieren die Venentätigkeit", sagt Professor Malte Ludwig. So komme der Bluttransport aus den Beinen entgegen der Schwerkraft zum Herzen in Schwung. Veränderungen der Venen gehören nach Angaben des Berufsverbandes zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Zwischen 50 und 80 Prozent der Bevölkerung wiesen krankhaft veränderte Venen unterschiedlich starker Ausprägung auf. Vor allem im Sommer zeigten sie sich in Röcken und Shorts als geschwollene Füße, Besenreiser oder sogar Krampfadern. Hohe Temperaturen bedingten, dass sich die Venen weiteten und die Beschwerden zunähmen.

Die niedrigen Temperaturen im Winter lindern laut Ludwig dagegen meist die Beschwerden. Darüber hinaus könnten medizinische Kompressionsstrümpfe die Beine entlasten. Der Druck des Strumpfes sei so dosiert, dass er vom Knöchel zur Leiste hin abnehme. Dadurch drücke er die Venen zusammen, die Klappen in den Venen schlössen wieder und pumpten das Blut in Richtung Herz.

Krampfadern sind nach Angaben des Mediziners im Anfangsstadium vorrangig ein kosmetisches Problem, wenn sie sich unschön an der Beinoberfläche abzeichnen. Im nächsten Stadium litten die Betroffenen unter ersten Beschwerden wie einem Schwere- oder Müdigkeitsgefühl in den Beinen. In einem weiteren Stadium könnten sich die Venen entzünden. "Spätestens dann sind sie keinesfalls mehr nur ein Schönheitsfehler, sondern bedürfen der ärztlichen Untersuchung und gegebenenfalls der Behandlung", warnt Ludwig. Denn: Krampfadern bildeten sich nicht von selbst zurück.

Quelle: AP/LF
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