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Immunschwäche

Weniger Menschen infizieren sich mit Aids

Die gute Nachricht: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Aids-Virus sinkt. Die schlechte Nachricht: Die Gesamtzahl der Aids-Kranken ist stabil. Experten sehen ein Dilemma: HIV ist weltwelt für vier Prozent der Todesfälle verantwortlich – doch fast 25 Prozent der öffentlichen Gelder im Gesundheitsbereich werden dafür ausgegeben.

Die Zahl der neuen Infektionen mit dem Aids-Erreger HIV ist nach UN-Angaben in den vergangenen acht Jahren stark gefallen. Im Jahr 2008 infizierten sich weltweit 2,7 Millionen Menschen mit dem Virus, im Jahr 2001 waren es noch 3,2 Millionen Menschen. Das sei ein Rückgang um 17 Prozent, teilten das Hilfsprogramm UNAIDS und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Als Grund gaben die UN-Organisationen Vorbeugemaßnahmen wie den Gebrauch von Kondomen an. UNAIDS und die WHO stellten den neuen Jahresbericht zu Aids vor.
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Die Zahl der insgesamt mit dem Aids-Virus infizierten Menschen ist in den vergangenen zwei Jahren weltweit nahezu unverändert bei 33 Millionen geblieben. Wie die Experten der Vereinten Nationen mitteilten, hatte die Epidemie vermutlich schon etwa 1996 ihren Höhepunkt erreicht.

In den meisten Regionen mit Ausnahme von Afrika sei die Zahl der HIV-Infektionen, die dann zu Aids führen können, stabil geblieben. So entfielen im vergangenen Jahr 72 Prozent der insgesamt 2,7 Millionen neuen HIV-Fälle weltweit auf das Gebiet südlich der Sahara in Afrika.

Laut UN-Bericht gibt es derzeit schätzungsweise 33,4 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion weltweit. 2007 waren es 33,2 Millionen. Die Zahl basieren auf mathematischen Modellen, der Fehlerspielraum liegt allerdings bei einigen Millionen.

Angesichts der Bestätigung seitens der UN, dass die HIV-Infektionen in den meisten Ländern zurückgehen, forderten Experten, dass sich auch der Einsatz von Spendengeldern verändern müsse. Weltweit ist HIV für vier Prozent aller Todesfälle verantwortlich, fast ein Viertel der öffentlichen Gelder im Gesundheitsbereich wird aber hierfür ausgegeben.

Ein Anstieg der Kosten wird auch erwartet, weil immer mehr Menschen lebensverlängernde Aids-Medikamente erhalten. Der Bericht weist auch darauf hin, dass dort, wo eine Behandlung möglich ist, die HIV-Raten stabil sind oder sogar leicht steigen. Es müsse deshalb noch viel mehr in der Aids-Prävention getan werden.

epd/AP/cl

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