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04.10.07

Klima

Das Ozonloch über dem Südpol hat sich verkleinert

Das Ozonloch über Südpol ist derzeit 30 Prozent kleiner als noch vor einem Jahr. Dennoch geben Experten keine Entwarnung. Die Entwicklung ist weniger auf die Reduktion von Treibhausgasen zurückzuführen. Es sind viel mehr natürliche Faktoren, die zu dem positiven Effekt geführt haben.

© pa/dpa
Im Vergleich: Das Ozonloch am 22.09.2006 (links) und am 22.09.2007 (rechts). In diesem Jahr ist es um 30 Prozent kleiner als 2006.
Im Vergleich: Das Ozonloch am 22.09.2006 (links) und am 22.09.2007 (rechts). In diesem Jahr ist es um 30 Prozent kleiner als 2006.

Das Loch in der vor UV-Strahlen schützenden Ozonschicht ist derzeit über dem Südpol um 30 Prozent kleiner als vor einem Jahr. Das berichtet die Europäische Raumfahrtagentur ESA auf ihrer Internetseite. Die Ozonschicht am Südpol wird im jährlichen Rhythmus auf- und abgebaut und ist stets um diese Jahreszeit am dünnsten.

Der gemessene Ozonverlust habe 2007 in der Spitze 27,7 Millionen Tonnen betragen, berichtet die ESA. Im vergangenen Jahr sei ein Rekordverlust von 40 Millionen Tonnen gemessen worden. Das Ozonloch hat der ESA zufolge in diesem Jahr mit 24,7 Millionen Quadratkilometern etwa die Größe Nordamerikas.

Experten führen die Verbesserung auf natürliche Faktoren zurück und geben daher keine Entwarnung. Weil das Ozonloch weniger um den Südpol herum zentriert gewesen sei, habe sich die darin befindliche Luft mit wärmerer Luft vermischt, was den Prozess des Ozonverlustes gebremst habe. Ozon wird nur bei besonders kalten Temperaturen abgebaut. Entscheidend ist neben der Ausdehnung in der Fläche auch die Höhe der Zone mit Ozonverlust.

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Ozonschicht in der Stratosphäre insgesamt jährlich global um etwa 0,3 Prozent vermindert. Damit gelangt mehr krebserregende ultraviolette Strahlung auf die Erdoberfläche. Die Schäden an der Ozonschicht werden auf den industriellen Einsatz von Chemikalien wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zurückgeführt, die sich jahrzehntelang in der Atmosphäre halten können.

Das Montréaler Protokoll hatte vor 20 Jahren den Grundstein für ein Verbot von ozonschädigenden Stoffen gelegt. Als Ozonloch sieht die ESA Gebiete an, in denen die Stärke der Ozonschicht besonders gering ist – unter 220 Dobson-Einheiten.

Quelle: dpa/hem
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