16.01.13

Mars-Rover

"Curiosity" macht sich über "John Klein" her

Mars-Rover "Curiosity" soll in den kommenden Tagen einen Stein anbohren und auf Spuren von Wasser untersuchen. Für die Nasa ist diese Aktion "die größte Herausforderung seit der Landung".

Foto: Nasa

Das Gestein, das „Curiosity“ anbohren soll, ist von feinen weißen Adern durchzogen
Auf dem Mars: Das Gestein, das "Curiosity" anbohren soll, ist von feinen weißen Adern durchzogen

Der Marsrover "Curiosity" hat ein Ziel für den ersten Einsatz seines Bohrers im Visier. Ein flacher Stein in einer kleinen Bodensenke soll angebohrt werden. Der könnte möglicherweise Spuren von Wasser enthalten und somit Aufschluss über eine möglicherweise feuchte Vergangenheit des Planeten geben. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Pasadena mit.

"In einen Stein zu bohren, um eine Probe zu entnehmen, wird die größte Herausforderung der Mission seit der Landung", sagte Nasa-Manager Richard Cook. "Wir wären nicht überrascht, wenn beim ersten Mal nicht alles nach Plan geht."

In den kommenden Tagen soll der Rover weiter auf den Stein zurollen und dann – nach einer abschließenden Überprüfung und Zustimmung der Nasa-Forscher – anfangen zu bohren. Die entnommenen Proben soll "Curiosity" auf ihre mineralische und chemische Zusammensetzung hin untersuchen.

Bohrung an einem speziellen Ort

Die Nasa-Wissenschaftler hatten die Senke namens "Yellowknife Bay" ausgesucht, weil der Boden dort jede Nacht langsamer abkühlt als an anderen Orten auf dem Mars. Woran das liegt, soll der Forschungsroboter, der seit rund einem halben Jahr auf dem Mars nach Spuren von Leben sucht, nun herausfinden.

Der Stein, den "Curiosity" anbohren soll, wird von den Nasa-Wissenschaftlern "John Klein" genannt – ein Tribut an John W. Klein, den ehemaligen Projektmanager im Marsforschungslabor, der 2011 gestorben ist. "John hat entscheidend dazu beigetragen, dass 'Curiosity' Realität werden konnte", sagte Nasa-Mann Cook.

Feine Adern durchziehen das Gestein

Die Mastkamera des Rovers hatte bereits scharfe Bilder des Steines aufgenommen und zur Erde gesendet. Er ist von weißlichen Adern durchzogen, die die Wissenschaftler als Calzium-Sulfat-Einlagerungen interpretieren.

Der Brocken liegt in einem trockenen Flussbett, etwa 500 Meter in Richtung Westen von der Landestelle des Rovers entfernt. "Diese Region hatte offenbar eine andere Art von feuchter Umgebung als die Stelle, an der der Rover gelandet ist."

Quelle: dpa/ph
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Endspurt: Die Baukräne am Kapelle-Ufer drehen sich für das Bildungsministerium. Es soll 2014 fertig sein.
22.05.13Baustellen
Es geht voran - In Berlin werden doch Großprojekte fertig

Eines der größten Bauvorhaben des Bundes in Berlin geht in die Zielgerade. Für den Neubau des Innenministeriums wurde jetzt Richtfest gefeiert. Auch andere große Bauvorhaben in Mitte kommen gut voran. mehr...


Sängerin Beyoncé ist in der O2 World in Friedrichshain zu Gast
22.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Donnerstag

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Donnerstag, den 23. Mai. mehr...


Spurensicherung im Londoner Stadtteil Woolwich. Hier wurde ein Mann mit einer Machete getötet
22.05.13Mit Machete ermordet
Tödlicher Anschlag in London war offenbar Terrorakt

In London ist ein Mann mit einer Machete getötet worden. Laut Premierminister Cameron gebe es "starke Anzeichen" für einen terroristischen Hintergrund. Videos zeigen Teile des Geschehens. mehr...


Der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß war von der großen Mehrheit für seinen Vorschlag selbst überrascht
22.05.13Landespolitik
Berliner SPD-Vorstand billigt Bundestagsliste von Jan Stöß

Erfolg für den SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß: Der Landesvorstand hat am Mittwochabend seinem Vorschlag für die Bundestagsliste mit großer Mehrheit zugestimmt. Spitzenkandidatin soll Eva Högl werden. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Oklahoma Wiedersehen nach dem schweren Tornado
Umzug Karneval der Kulturen 2013 - Berlin ist bunt
US-Kongress Apple verteidigt Steuersparmodell
Xbox One Microsoft stellt neue Spielkonsole vor
 
title
Abi 2012

Hier finden Sie eine Übersicht der Abiturienten.mehr

1085783744.jpg
Ausbildung 2013

Ratschläge zur erfolgreichen Gestaltung und zur Berufswahlmehr

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 15.39.57.png
Outletcenter

Diese Outletcenter bieten gute Ware zu günstigen Preisen... mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote