Schlechte Ernährung
Nach Analog-Käse nun der Mogel-Schinken
Donnerstag, 26. November 2009 07:16Nicht nur beim Käse wird gemogelt: Wer etwa glaubt, das auf der Speisekarte angepriesene Toast Hawaii enthalte echten Schinken, kann leicht eines Besseren belehrt werden. In Hessen zeigen Proben in Gastronomie und Handel, dass Verbraucher häufig mit minderwertigen Schinken-Imitaten getäuscht werden.

Foto: picture-alliance / dpa/dpa
Schinken-Panschern auf der Spur: Nach dem "Analog-Käse" sorgen nun minderwertige Schinken-Imitate in Nudeln, Pizzen oder anderen Gerichten für Ekel und Ärger.
Demnach wurden in Hessen seit 2006 insgesamt 528 Proben bei Gastronomen, Herstellern und Händlern genommen. Besonders häufig seien die Beanstandungen in Gaststätten gewesen, wo in zwei Dritteln aller Fälle etwa für Schinken-Pizza oder Schinken-Nudeln nur das billige Schinkenimitat verwendet worden sei. Es bestehe zum großen Teil „aus schnittfestem Stärke-Gel, in das kleine Fleischstücke eingebettet sind“, sagte Weinmeister. Der Fremdwassergehalt sei im Vergleich zu echtem Schinken sehr hoch, der von tierischem Eiweiß hingegen extrem niedrig.
Im April war im Zuge der Proteste der Milchbauern bekannt geworden, dass bei
vielen vermeintlichen Käse-Produkten nur Käse-Imitate - sogenannter
Analogkäse - verwendet werden, die sowohl vom Aussehen als auch vom
Geschmack oder von der Konsistenz her nicht von echtem Käse zu unterscheiden
sind.
Erschienen am 03.07.2009
















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