17.12.12

Kryptografie

Historiker knackt Code der Weltkriegs-Brieftaube

Sieben Jahrzehnte lang war sie verschüttet. Wochenlang rätselten Experten über ihre geheime Botschaft. Jetzt ist es einem britischen Historiker gelungen, den Code der Weltkriegs-Brieftaube zu knacken.

Quelle: Reuters
02.11.12 1:45 min.
Ein Brite fand bei Renovierungsarbeiten das Skelett einer Brieftaube samt Nachricht. Im Zweiten Weltkrieg setzten die Alliierten Brieftauben ein, um geheime Informationen zu verschicken.

Selbst der britische Geheimdienst GCHQ ("Government Communications Headquarters") hatte schon aufgegeben. Wochenlang hatten Experten versucht, die zufällig gefundene Botschaft einer Brieftaube aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschlüsseln.

Der Brite David Martin hatte beim Renovieren seines Hauses in der südenglischen Grafschaft Surrey vor einigen Wochen im Kamin das Skelett einer Taube gefunden – am Bein befand sich noch die typische rote Kapsel inklusive Geheimbotschaft.

Experten versuchten sich an der Entschlüsselung, sie scheiterten: zu komplex – ohne alte Hilfsmittel und viel Glück sei es nicht möglich, an den Inhalt des kleinen Zettels zu gelangen.

Handbuch der Royal Artillery bringt die Lösung

Der Historiker Gord Young aber versuchte es weiter und bekam Hilfe aus der eigenen Familie. Ein Verwandter, selbst Veteran des Zweiten Weltkriegs, fand in seinen Unterlagen noch ein altes Handbuch der Royal Artillery.

Mit dessen Hilfe knackte Young schließlich die geheimnisvolle Nachricht: "Truppen, Panzer, Geschütze, Pioniere, hier. Gegenmaßnahmen gegen Panzer funktionieren nicht", heißt es dort unter anderem, schreibt die "Daily Mail".

Nachricht stammt von 27-jährigem Fallschirmjäger

Demnach hat ein 27-jähriger britischer Soldat namens William Stott die Nachricht abgesetzt. Er sei in der Normandie stationiert gewesen und habe dort deutsche Truppen und Panzer observiert. Die Deutschen bezeichnet er in der Botschaft auch als "Jerrys", ein damals üblicher Spitzname.

Für Young belegt die Nachricht auch, dass es Stott hinter die feindlichen Linien geschafft hatte. Der Fallschirmjäger sollte die Militärstrategen dabei unterstützen, die sogenannte "D-Day-Offensive" der Alliierten im Sommer 1944 zu steuern.

Quelle: chm
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