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08.06.09

Meeresforschung

Tiefsee-Rekord ist weiterhin ungebrochen

Ein unbemanntes Forschungs-U-Boot hat eine der tiefsten Stellen des Ozeans im Marianengraben im westlichen Pazifik erreicht. Der Tiefen-Rekord für bemannte Tauchfahrten gerät dadurch allerdings nicht in Gefahr: Denn Jacques Piccard und Don Walsh ist es bereits vor 50 Jahren gelungen, noch tiefer zu tauchen.

© Woods Hole Oceanographic Institution
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Die "Nereus", ein unbemannter Tauchroboter, der privaten Woods Hole Oceanographic Institution in Falmouth (Massachusetts) hat einen neuen Tiefenrekord aufgestellt. Das U-Boot erreichte im Marianengraben im westlichen Pazifik eine tauchtiefe von 10.902 Metern und brachte Steine und Sediment mit nach oben.


Das unbemannte Boot war über eine haarfeine Glasfaser mit dem Mutterschiff Kilo Moana verbunden, um Steuerbefehle nach unten sowie Bilder nach oben zu übertragen, berichtet das US-Team.


Die Nereus ist erst das dritte U-Boot, das in die sogenannte Challenger-Tiefe des Marianengrabens vordrang. 1960 gelang dies erstmals Jacques Piccard und Don Walsh mit der "Trieste". Von 1995 bis 1988 gab es zudem drei Tauchgänge mit dem unbemannten japanischen Tauchroboter Kaiko, der jedoch 2003 verloren ging. Alle Boote waren unbemannt.


Eine der vielen Neuerungen des Systems ist die "Nabelschnur" zur Oberfläche. Bei anderen U-Booten werden metallene Kabel verwendet, die im Falle der Nereus aber unter ihrem eigenen Gewicht unweigerlich reißen würden. Stattdessen setzt das Team auf eine bis zu 40 Kilometer lange, mit Plastik umhüllte Glasfaser, die nach und nach aus dem drei Tonnen schweren Boot abgespult wird. Die Faser wiegt nur vier Kilogramm.


Der Strom für das 4,25 Meter lange und 2,3 Meter breite Gefährt stammt aus 4000 handelsüblichen Akkus.

Quelle: dpa/oc
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