Zeitumstellung
Wie Sie Ihre Uhr auf Winterzeit umstellen müssen
Vor oder zurück? Viele rätseln beim Wechsel von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt immer wieder neu.
Am frühen Sonntagmorgen (28. Oktober 2012) ist es wieder soweit: Um 3 Uhr endet die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) und es beginnt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die umgangssprachlich auch Winterzeit genannt wird.
Die Uhren werden auf 2 Uhr zurückgestellt. Für die meisten Menschen bedeutet dies, dass sie eine Stunde länger schlafen können.
Die doppelt vorhandene Stunde von 2 Uhr bis 3 Uhr wird amtlich als 2A und 2B bezeichnet. Funkuhren und automatische Zeitsysteme stellen sich nach einem Signal der Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig von selbst um. Andere Uhren müssen von Hand neu eingestellt werden.
Die Zeitumstellung wird in der Regel mit einer besseren Nutzung des Tageslichts und mehr Lebensqualität begründet, weil es – an der Uhrzeit gemessen – während der Sommerzeit abends eine Stunde länger hell ist.
Am 31. März 2013 wird die Uhr wiederum um eine Stunde vorgestellt und damit von Winter- auf Sommerzeit. Die Zeitumstellung findet nachts um 2 Uhr statt.
In der Bundesrepublik wurde die Sommerzeit 1980 eingeführt, bis 1995 endete sie Ende September, seit 1996 dauert sie wie in den anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und weiteren Nachbarstaaten jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober.
Jeder Zweite fühlt sich genervt von Zeitumstellung
Fast jeder zweite Deutsche findet die zweimalige Zeitumstellung im Jahr lästig. 48 Prozent der Befragten gaben in einer Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" an, dass sie die Zeitumstellung nervt. Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent hat sich damit aber abgefunden.
In einer Umfrage des Blatts vor drei Jahren waren noch 55 Prozent für eine Abschaffung der Zeitumstellung, nur 41 Prozent fanden sie gut.
Die Einzelergebnisse der neuen Umfrage belegen, dass Männer und Ostdeutsche zufriedener mit der Zeitumstellung sind als Westdeutsche und Frauen. So fühlt sich die Hälfte der Westdeutschen (50 Prozent) davon belästigt, in Ostdeutschland sind dies nur 38 Prozent.
Eine Minderheit von 43 Prozent der männlichen Befragten ist mit dem Zeitwechsel nicht einverstanden, hingegen eine Mehrheit von 52 Prozent der Frauen. Die geringsten Probleme damit haben junge Menschen. Von den 14- bis 29-Jährigen akzeptieren 74 Prozent die Umstellung.


















