09.10.2012, 14:06

Gesunde Ernährung Tomaten senken Schlaganfallrisiko drastisch

Foto: Jens Koehler / dapd

Lycopin ist in Tomaten hoch dosiert. Er fängt Radikale im Körper ab und verhindert so, dass sie die Zellen schädigen. Wer viele Tomaten isst, hat ein um 55 Prozent vermindertes Schlaganfallrisiko.

Der Verzehr von Tomaten kann laut einer neuen Studie das Risiko eines Schlaganfalls deutlich senken. Entscheidend ist nach Ansicht der Forscher dabei das in den Tomaten enthaltene Lycopin.

Lycopin ist ein Carotinoid, das in Tomaten in hoher Konzentration vorkommt. Sie sind es auch, die dem Stoff ihren Namen gegeben haben - denn wissenschaftlich heißen Tomanten "Solanum lycopersicum". In der EU ist Lycopin zudem als Lebensmittelfarbstoff E 160d zugelassen.

Auch in Hagebutten ist der Radikalfänger Lycopin in einer hohen Konzentration enthalten.

Studie an mehr als 1000 Männern

Für ihre in der US-Fachzeitschrift "Neurology" veröffentlichte Studie untersuchten Forscher der Universität von Ostfinnland in Kuopio mehr als 1000 Männer im Alter zwischen 46 und 65 Jahren über zwölf Jahre hinweg.

Dabei fanden sie heraus, dass die Patienten mit dem höchsten Lycopin-Gehalt im Blut ein um 55 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko hatten als diejenigen mit dem niedrigsten Lycopin-Level.

Die Forscher untersuchten auch eine Reihe weiterer Antioxidantien im Blut wie Tocopherol und Karotin, fanden hierbei jedoch keine Auswirkungen auf das Schlaganfallrisiko. Die Studie sei ein weiterer Beleg dafür, dass eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Risiko eines Gehirnschlags senke, sagte Jouni Karppi, der Hauptautor der Studie.

(AFP/ph)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter