14.09.12

Guatemala

Zehntausende fliehen vor massivem Vulkanausbruch

Gewaltige Eruptionen des Vulkans Fuego treiben Zehntausende in Guatemala in die Flucht: Glühende Lava breitet sich aus, Asche verdunkelt den Himmel – stellenweise beträgt die Sichtweite nur drei Meter.

Quelle: dapd
14.09.12 1:13 min.
Nach einem Ausbruch des "Volcano del Fuego" in Guatemala haben sich insgesamt 33.000 Menschen in Sicherheit bringen müssen. Die 16 Kilometer nahe Stadt Antigua sei jedoch nicht in Gefahr.

Mehrere Tausend Menschen haben sich in Hunderten Autos, Lastwagen und Bussen aus der Gefahrenzone des Lava speienden Vulkans in Guatemala in Sicherheit gebracht.

Zuvor hatte am Donnerstag eine gewaltige Eruptionen den Vulkans Fuego in der Nähe des beliebten Touristenziels Antigua erschüttert. Breite Ströme glühender Lava ergossen sich aus dem fast 3800 Meter hohen Berg und flossen 600 Meter hangabwärts.

Der Leiter des Zivilschutzes, Sergio Cabanas, erklärte, insgesamt seien 33.000 Menschen aus 17 Dörfern in der Umgebung des Volcano del Fuego (Feuervulkan) in Sicherheit gebracht worden. Schulbusse und Krankenwagen holten alte Menschen und Kinder aus dem Gebiet. Das Rote Kreuz richtete Notunterkünfte ein. Viele Einwohner am Hang des Feuerbergs sind indigene Kakchikeles, nachfahren der Maya, die in zumeist ärmlichen Verhältnissen leben.

Am Donnerstag spie der Vulkan seine Asche fast drei Kilometer in die Atmosphäre, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Asche verteilte sich über einem Gebiet von bis zu 80 Kilometern südlich des Vulkans. Heiße Gaswolken bildeten sich an den Hängen des Bergs. Wegen des dichten Ascheregens betrug die Sichtweite an manchen Stellen nur drei Meter. Die Behörden warnten, der Flugverkehr in dem Gebiet könne beeinträchtigt werden. Allerdings minderte einsetzender Regen die Gefahr für Flugzeuge.

Es donnerte, wurde dunkel und Asche begann zu fallen

Einwohner und Bauern berichteten, sie seien von einem lauten Donnern geweckt worden. Es habe eine Reihe von Eruptionen gegeben. Asche verdunkelte den Himmel und bedeckte die umliegenden Zuckerrohrfelder. "Es donnerte, dann wurde es dunkel, und die Asche begann zu fallen", sagte Miriam Curumanco, eine 28-jährige Hausfrau aus dem Dorf Morelia. Sie wurde zusammen mit 16 Familienmitgliedern in eine Notunterkunft auf dem Gelände einer Grundschule in der Stadt Santa Maria gebracht.

Der Vulkanforscher Jorge Giron forderte die Menschen in der Nähe des Vulkans auf, ihre Häuser wegen des Ascheregens nicht zu verlassen. Teresa Marroquin vom Roten Kreuz erklärte, die Organisation verteile Wasser an die Betroffenen. Viele hätten Atem- und Augenprobleme. Der Feuervulkan liegt etwa 16 Kilometer von Antigua entfernt.

In der Stadt leben rund 45.000 Menschen. Die Behörden erklärten, das Touristenzentrum des Landes sei derzeit nicht in Gefahr. Es werde jedoch erwartet, dass die Eruptionen bis zum Freitag andauern würden.

Quelle: dapd/mak
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Bei den Lohnverhandlungen gab es eine Einigung bei den BVG
09:05Lohnverhandlungen
Einigung im Tarifstreit bei den BVG - Streikgefahr abgewendet

Am frühen Mittwochvormittag gab es einen Kompromiss in den festgefahrenen Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Damit sind mögliche Streiks im öffentlichen Verkehr nun abgewendet. mehr...

Rechtsanspruch: Bis 2017 müssen insgesamt 11.000 Betreuungsplätze geschaffen werden
09:47Erfolgloses Konzept
"Ein-Euro"-Kitas werden wieder abgeschafft

Viele Berliner Kitas müssen dringend saniert werden, den Bezirken fehlt jedoch das Geld. Das zur Lösung des Problems geplante Ein-Euro-Programm wird nun beendet - der Senat hält es für gescheitert. mehr...


Rocket-Internet-Geschäftsführer Alexander Kudlich in der Firmenzentrale in Mitte
11:03Rocket Internet
100 Millionen Dollar für Zalando-Klon Zalora

Der von Rocket Internet im vergangenen Jahr nach dem Zalando-Vorbild in Südostasien gegründete Modeversender Zalora geht auf Expansionskurs. Finanziert von Kinnevik, Summit Partners und Tengelmann mehr...

Gefährlicher Zwischenfall am U-Bahnhof Kurfürstendamm: Zwei Schläger flüchteten nach einer Prügelattacke auf einen Passanten in den Tunnel der U-Bahn
11:06Gewalt
Schläger vom Kudamm flüchten vor Polizei in U-Bahn-Tunnel

Nachdem drei Schläger einen Mann auf dem Berliner U-Bahnhof Kurfürstendamm überfallen hatten, flüchteten zwei der Täter in den Schacht der U-Bahn-Linie 9. Ein 19-Jähriger wurde festgenommen. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Oklahoma Wiedersehen nach dem schweren Tornado
Xbox One Microsoft stellt neue Spielkonsole vor
Iran Rafsandschani darf bei Wahl nicht antreten
US-Kongress Apple verteidigt Steuersparmodell
 
title
Abi 2012

Hier finden Sie eine Übersicht der Abiturienten.mehr

1085783744.jpg
Ausbildung 2013

Ratschläge zur erfolgreichen Gestaltung und zur Berufswahlmehr

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 15.39.57.png
Outletcenter

Diese Outletcenter bieten gute Ware zu günstigen Preisen... mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote