Sicherheit

Jetzt kommt der Airbag für Radfahrer

Er sieht aus wie eine Trockenhaube aus den 70ern, soll aber Leben retten: der Airbag-Helm aus Schweden. In der Diskussion um eine Helmpflicht für Radfahrer könnte das eine Alternative sein.

Foto: hovding.com

Für Motorradfahrer ist es längst selbstverständlich – doch die meisten Fahrradfahrer halten von Helmen gar nichts. Nur neun Prozent tragen den Kopfschutz freiwillig. Überraschend ist das nicht, schließlich riskieren viele Fahrradfahrer offenbar gern im Großstadtverkehr Kopf und Kragen, beispielsweise wenn sie mit bremsenlosen "Fixies" bei Rot über Ampeln rasen.

Dennoch: Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) meint, dass man manche Menschen vor sich selbst schützen muss, und hat eine Helmpflicht für Fahrradfahrer ins Gespräch gebracht. Die Reaktionen sind gespalten. Zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge dafür – aber ausgerechnet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hält nicht viel davon. Die Helmpflicht lasse sich nicht kontrollieren. Da hat der DVR durchaus recht. Die Polizei tut sich schließlich schon jetzt schwer damit, die zahllosen Fahrradrowdys zu stellen.

Eine Kompromisslösung kommt aus Schweden: Dort hat die Hövding Sverige AB einen Airbag für Fahrradfahrer entwickelt. Der wird wie ein Schal um den Hals getragen. Wenn der Körper plötzlich beschleunigt wird, wie bei einem Aufprall, legt sich ein Airbag wie ein Helm um den Kopf. Das Modell kostet 350 Euro. Und wer bei dem Preis zusammenzuckt, sollte sich auch fragen, wie viel er für seinen Kopf zahlen würde. Von dem hat jeder Mensch nämlich nur einen einzigen pro Leben.

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