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20.02.09

Gesundheit

Mehr Schlaganfälle nahe Fastfood-Restaurants

Das Schlaganfall-Risiko eines Menschen steigt mit der Zahl der Fastfood-Restaurants in seiner Nachbarschaft. Die Menschen haben ein höheres Risiko für einen Hirninfarkt. Die zweite schlechte Nachricht: Viel Fastfood kann das Asthmarisiko von Kindern erhöhen – selbst wenn die gestillt wurden.

© dpa
Ein Hamburger wird schneller mal vertilgt, wenn ein entsprechendes Lokal in der Nähe ist. Gesund ist das nicht
Ein Hamburger wird schneller mal vertilgt, wenn ein entsprechendes Lokal in der Nähe ist. Gesund ist das nicht

Das Schlaganfall-Risiko eines Menschen steigt mit der Zahl der Fastfood-Restaurants in seiner Nachbarschaft. Menschen, in deren Wohnviertel viele solche Schnellbrätereien liegen, haben einer Studie zufolge ein um 13 Prozent höheres Risiko für einen ischämischen, durch eine Blutung ausgelösten Hirninfarkt als Personen, in deren Umgebung solche Restaurants kaum vorkommen.

In der Untersuchung berücksichtigten die Forscher der Universität von Michigan in Ann Arbor auch demografische und wirtschaftliche Faktoren der jeweiligen Gegend. "Diese Daten zeigen einen tatsächlichen Zusammenhang", betont der Neurologe Lewis Morgenstern, der die Studie auf einem Fachkongress in San Diego vorstellte. "Aber wir wissen nicht, ob Fastfood das Risiko wegen der Inhaltsstoffe erhöht, oder ob solche Restaurants nur auf ungesunde Wohnviertel hinweisen."

In jedem Fall sollten Programme zur Schlaganfall-Vorbeugung sich auf solche Gegenden konzentrieren, sagt Morgenstern.

Viel Fastfood – höheres Asthmarisiko

Hoher Fastfood-Konsum kann das Asthmarisiko von gestillten Kindern wieder erhöhen. Das ergab eine Untersuchung der University of Alberta und der University of Manitoba in den USA, wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) mitteilt. Laut den Lungenärzten haben Kinder, die zwölf Wochen oder länger gestillt werden, ein geringeres Asthma-Risiko als nicht-gestillte Kinder. Anscheinend könne viel Fastfood diesen Effekt aber wieder aufheben.

Für die Studie wurden 700 Mädchen und Jungen untersucht, von denen 246 unter Asthma litten. Von den Kindern, die mindestens zwölf Wochen gestillt worden waren, hätten nur diejenigen kein Asthma bekommen, die seltener als ein- oder zweimal pro Woche Fastfood aßen, so die DGP.

Der Grund, warum Fastfood die Neigung für Asthma erhöhen kann, sei allerdings unklar. Möglicherweise hätten die betroffenen Kinder weniger Obst und Gemüse gegessen, wodurch es zu einer Mangelernährung kam. Es werde außerdem vermutet, dass der hohe Fett- und insbesondere der hohe Salzgehalt der Fastfood-Produkte mit verantwortlich für die Ausbildung von Asthma sind.

Quelle: AP/dpa/cl
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