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05.01.09

Alltagsfragen

Was ist eigentlich Schnee?

Wenn sich Eiskristalle verbinden, werden sie zur Schneeflocke. Die Form des Kristalls hängt hauptsächlich von der Temperatur sowie von der Luftfeuchte in der Wolke bei der Bildung ab. Aber auch die unterschiedlichen Arten des Schneefalls kann man leicht durcheinanderbringen. Morgenpost Online bringt Licht ins Dunkel.

© dpa
Spaziergänger im Park Rosental
Schnee kann wunderschön sein

Schnee ist nichts anderes als fester Niederschlag, also Wasser in fester Form. Er besteht meist aus verzweigten kleinen Eiskristallen von gewöhnlich sechseckigen Plättchen, Säulen oder Sternchen von zarter Struktur in vielfältigen Variationen. Durch die Verkettung der Schneekristalle während des Falls werden Schneeflocken gebildet.

Die Kristallform hängt hauptsächlich von der Temperatur sowie von der Luftfeuchte in der Wolke bei der Bildung ab. Große Schneeflocken von bis zu mehreren Zentimeter Durchmesser entstehen vor allem bei wärmeren Temperaturen von mehr als minus fünf Grad und höherer Luftfeuchte. Dabei werden die Schneekristalle von nicht zu stark unterkühlten Wassertröpfchen aneinandergekoppelt. Bei tieferen Temperaturen in trockener polarer Kaltluft können sich teilweise nur Eiskristalle ausbilden, und der Schnee fällt in Form von Schneesternchen, Eisplättchen oder Eisnadeln.

Man unterscheidet verschiedene Schneefallarten: Schneegriesel fällt aus niedrigen Stratuswolken oder Hochnebel. Schneehagel besteht aus festen schneeähnlichen Körnern mit zwei bis fünf Millimetern Durchmesser. Schlackerschnee ist ein sehr feuchter, angetauter Schneeniederschlag, der bei leicht positiven Temperaturen auftritt. Schneeregen besteht aus einer Mischung von Schneeflocken und Regentropfen. Er ist in Mitteleuropa charakteristisch für Tauwetterfronten. Polarschnee besteht aus fallenden Eisnadeln.

Wird Schnee vom Boden durch Wind (meist bei Windgeschwindigkeiten von mehr als zehn bis zwölf Meter pro Sekunde) bis in Augenhöhe aufgewirbelt und die Sicht stark behindert, spricht man von Schneetreiben . Wird der Schnee nur bis in geringe Höhen über dem Erdboden aufgewirbelt bezeichnet man dies als Schneefegen .

Schneetreiben mit Schneeniederschlag vermischt nennt man Schneegestöber , wobei oft nicht eindeutig feststellbar ist, ob tatsächlicher Schneeniederschlag beteiligt ist. Schneestürme werden in einigen Teilen der Erde durch Kaltlufteinbrüche in Sturmstärke hervorgerufen, die mit Schneetreiben einhergehen. Ein bekanntes Beispiel sind die Blizzards in Nordamerika.

Als Folge einer flächenmäßigen Ansammlung von abgesetzten Schneeniederschlägen bildet sich an der Erdoberfläche eine Schneedecke aus. Bei großen trockenen Flocken entstehen anfänglich lockere luftreiche Pulverschnee-Decken, die sich jedoch bald umwandeln (in Pressschnee, Harsch oder Nassschnee). Kleinflockiger Schnee bildet feste Decken. Schneewehen bestehen aus Ablagerungen von durch Wind verwehtem Schnee.

Schneeglätte ist eine Folge von festgefahrenem oder festgetretenem Lockerschnee. In einem jahrelangen Prozess kann Schnee zu Firn beziehungsweise letztlich Eis umgeformt werden und ist damit eine Grundvoraussetzung zur Bildung von Gletschern.

Quelle: AP/cl
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