Hilfsorganisation
"Arche" ernennt Veronica Ferres zur Schirmherrin
Der gemeinnützige Verrein hat eine neue prominente Schrimherrin: Schauspielerin Veronica Ferres. Ihre Engagement ist der Schauspielerin deshalb so wichtig, da jedes Kind ein Recht auf Bildung und ein unabhängiges Leben habe.
Von Ines Nurkovic
Dass sie in der Nacht zuvor erst spät im Bett war, sah man Veronica Ferres (46) am Freitagmorgen überhaupt nicht an. Nachdem sie am Donnerstag auf der "Publishers' Night" des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger die Verleihung der Goldenen Victoria in Mitte gefeiert hatte, folgte sie gestern, leger in Jeans und Strickpulli gekleidet, einer ganz besonderen Einladung nach Reinickendorf. Dort empfing Bernd Siggelkow (47), Initiator und Leiter des 1995 in Berlin gegründeten Kinderhilfswerks "Die Arche", seinen prominenten Gast in einem der vier Hauptstadt-Standorte und stellte die Schauspielerin als neue Schirmherrin seines durch Spendengeld finanzierten, gemeinnützigen Vereins vor.
Emotional auf Menschen einlassen
"Die Arche erreicht täglich rund 2500 benachteiligte Kinder und gibt ihnen ein zweites Zuhause, wo sie Essen und Hilfe bei den Hausaufgaben bekommen", sagte Veronica Ferres. "Viele wissen gar nicht, welche Probleme Kinder haben können. Das sind aber die Kinder, die uns später im Alter pflegen und die Politik in diesem Land bestimmen werden", so Ferres, die die "Arche"-Einrichtungen von einigen zurückliegenden Besuchen kennt. Ihr Engagement, sei ihr deshalb so wichtig, weil "nur ein Kind, das Bildung erfährt, die Chance auf ein unabhängiges Leben hat". Ihre Aufgabe als Schirmherrin sieht Veronica Ferres vor allem darin, "das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen und die Kinder direkt zu besuchen, um ihnen Aufmerksamkeit zu geben." Aufmerksamkeit, so sah es auch die "Tribute to Bambi"-Stiftungsvorsitzende Patricia Riekel (62), sei für die von der "Arche" betreuten Kinder, die meist aus armen Verhältnissen kommen, deshalb so elementar, da "Kinder, die lieblos aufwachsen, später lieblose Erwachsene werden".
Im Namen ihrer Charity-Stiftung überreichte Riekel einen Spendenscheck in Höhe von 80.000 Euro an den "Arche"-Gründer Siggelkow, der mit dem Geld ein Freizeit- und Hausaufgaben-Projekt an der Wolfgang-Amadeus-Mozart-Grundschule in Hellersdorf vorantreiben will. "Mit dem Geld sind die Probleme aber nicht gelöst", so Patricia Riekel. "Man muss sich emotional auf die ausgegrenzten Menschen einlassen." Ines Nurkovic
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