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20.10.11

Präsidenten-Nachwuchs

Tochter von Carla Bruni-Sarkozy heißt Giulia

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte es einer Frau Carla Bruni überlassen, den Namen ihres Babys zu verraten. Das tat die 43-Jährige auf ihrer Internetseite.

Die Tochter von Carla Bruni-Sarkozy (43) und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy (56) heißt Giulia. Das verriet die Präsidenten-Gattin am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite. Sie bedankte sich für die "vielen Glückwunsch-Grüße", die sie seit der Geburt am Mittwoch erhalten habe. Bruni-Sarkozy: "Ich bin tief berührt." Auch im Namen des Präsidenten wolle sie nach dem freudigen Ereignis Danke sagen für Anteilnahme.

Es ist das erste gemeinsame Kind für das seit 2008 verheiratete Paar. Nicolas Sarkozy hat bereits drei Söhne aus zwei früheren Ehen, Carla hat einen Sohn aus einer früheren Beziehung. Es ist auch das erste Mal, dass ein französischer Präsident während der Amtszeit Vater geworden ist.

Die Geburt der Kleinen sei ein großes Glück, sagte Sarkozy vor Journalisten und bestätigte damit die bereits Stunden zurückliegende Geburt: "Alle Eltern können dieses tief empfundene Glück verstehen, das Carla und ich empfinden." Mutter und Tochter seien wohlauf.

Am Donnerstagmorgen stattete der Präsident seiner Frau und dem Baby einen kurzen Besuch ab. Polizisten hatten die Zufahrten zur Klinik weiträumig abgesperrt. Kamerateams erhaschten lediglich wenig aufregende Bilder vom Präsidenten. Bereits seit Anfang Oktober wird die Klinik, in der auch die Schauspielerin Charlotte Gainsbourg und die Politikerin Rachida Dati ihre Kinder zur Welt gebracht hatten, zum Ärger der Anwohner von einer Hundertschaft aus Paparazzi und Journalisten belagert. Mitverantwortlich dafür ist unter anderem auch Nicolas Sarkozys redseliger Vater Pal, welcher der "Bild"-Zeitung erzählt hatte, die Geburt solle am 3.Oktober stattfinden. Zwischenzeitlich kursierten im Internet auch schon Gerüchte, Carla Bruni habe einen Sohn geboren, der wahlweise Vadim oder Leopold heißen sollte. Auf dieses Gerücht reagierte Sarkozy in kleinem Kreis erstaunt: "Wieso Leopold? Zu Ehren des belgischen Königs?"

In Wahrheit kannten Sarkozy und seine Frau das Geschlecht des Kindes vor der Geburt nicht. "Man spart sich eine Überraschung auf, die natürlich eine schöne Überraschung ist", sagte Bruni in einem Fernsehinterview, das am Donnerstagabend gesendet werden sollte.

Sarkozy ist der erste französische Präsident, der im Amt Vater wird. Er war zuvor auch schon der erste Präsident, der im Amt geschieden wurde (von seiner zweiten Frau Cécilia) und der erste, der im Amt geheiratet hat, nämlich Carla Bruni. Die massive Zurschaustellung seines Privatlebens zu Beginn seiner Amtszeit ist bei den Franzosen jedoch keineswegs auf Begeisterung gestoßen. Sie war mit ein Grund für Sarkozys wachsende Unbeliebtheit. Insbesondere einer der ersten öffentlichen Auftritte mit Carla Bruni ist dabei in trauriger Erinnerung geblieben. Bei einem von Fotografen begleiteten Besuch in der jordanischen Felsenstadt Petra trug Sarkozy Carla Brunis damals sieben Jahre alten Sohn Aurélien auf den Schultern. Das Kind erschrak vor dem massiven Blitzlichtgewitter und schlug verängstigt die Hände vor das Gesicht. Carla Bruni hat mehrfach erklärt, wie sehr sie sich vorwerfe, ihren Sohn den Medien ausgesetzt zu haben. Vor einigen Wochen kündigte sie an, dass es von ihrem Baby "kein einziges Foto" geben werde.

Und so hat sich das Präsidentenpaar von Anfang an bemüht, die Schwangerschaft so diskret wie möglich zu kommunizieren. Eine ausgeprägte Baby-Hysterie ist bislang nur bei den 24-Stunden-Nachrichtensendern zu spüren, die ununterbrochen Bilder von Sarkozy zeigen, wie er vor der Klinik immer wieder aus demselben Renault aussteigt. Politologen gehen auch nicht davon aus, dass das fröhliche Ereignis einen positiven Effekt auf die derzeit betrüblichen Umfragewerte des Präsidenten hat.

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