Filmpremiere
Als Kevin James am Set das Lachen verging
Normalerweise strotzt Kevin James vor Humor. Nur einmal ist dem US-Schauspieler das Lachen vergangen. An einem Drehtag für seinen neuen Film "Der Zoowärter". Den stellte er in Berlin vor.
Von Sandra Basan
Kevin James verging das Lachen, am Tag, als bei den Dreharbeiten zu seinem neuen Film "Der Zoowärter" (ab 7. Juli 2011 im Kino) ein Löwe übers Filmset strich. Ohne Leine, auf dem Weg zur nächsten Aufnahme. Doch es war beileibe nicht das dressierte Raubtier, das den bekannten Comedian so schreckte, sondern die daraus resultierenden Sicherheitsmaßnahmen: "Es gab kein Essen am ganzen Set, das hat mich fast umgebracht", erzählte Kevin James so trocken, wie nur Kevin James erzählen kann.
Am Montagabend feierte der pfundige 46-Jährige quicklebendig die Europapremiere des tierischen Filmabenteuers. Im Cinestar am Potsdamer Platz. Nach "Kindsköpfe", "Der Kaufhaus Cop" und "Hitch – Der Date Doktor", kehrt der Publikumsliebling in "Der Zoowärter" erneut in einer liebenswerten und für ihn regelrecht maßgeschneiderten Komödie auf die große Leinwand zurück. In Shorts. "Komischerweise mache ich viele Filme, in denen ich Typen spiele, die sehr stolz auf ihren Job sind, und die Shorts tragen", so James, der einen gutherzigen Tierpfleger spielt, der endlich die Frau fürs Leben finden will, dafür aber den Zoo verlassen muss. Dieses Vorhaben ruft die Tiere auf den Plan, die ihr uraltes Schweigegelübde für ihn brechen und ihm die Grundregeln des animalischen Paarungsverhaltens beibringen wollen.
"Es ist auch ein Film, der zeigt, wie man trotz Niederschlägen im Leben weitermacht, wie man bessere Entscheidungen trifft und wie man mithilfe von Freunden harte Zeiten übersteht", sagte der Hauptdarsteller, der mit einem respektablen Kreischkonzert seiner Fans unterm Sony-Zeltdach empfangen wurde.
Kevin James zeigte sich gewohnt offen, scherzte und schrieb fleißig Autogramme. Genau wie die deutschen Schauspielkollegen, die den Zoobewohnern im Film ihre Stimme leihen. "Ich bin ein Greenhorn", sagte Anna Loos über ihre Synchronpremiere. Mit ihrem Mann Jan Josef Liefers spricht sie ein Löwen-Paar. In der Originalfassung übernehmen das Sylvester Stallone und Cher. Comedian Mario Barth musste sich für seine Figur gar nicht groß verstellen. Er spricht das größenwahnsinnige Kapuzineräffchen Josef. Am Premierenabend erklärte Barth: "Ich finde den Affen so geil, weil er der Meinung ist, er sei der Chef, der König der Tiere."
Nicht nur die Stimmen werden den deutschen Kinozuschauern bekannt vorkommen. In einer Gastrolle taucht außerdem auch Thomas Gottschalk, der gerade seinen "Wetten, dass..?"-Abschied gefeiert hat, als Modedesigner auf. Schön schrill, mit Schoßhund.
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