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02.09.10

Körperwelten

Gunther von Hagens soll Zsa Zsa Gabor plastinieren

Glamour-Star Zsa Zsa Gabor soll ewig leben - und zwar als Plastinat in Gunther von Hagens "Körperwelten". Ehemann Frederic von Anhalt soll mit "Dr. Tod" bereits verhandelt haben.

AP/DAPD

Am 6. Februar 2011 feierte Zsa Zsa Gabor mit Ehemann Frédéric Prinz von Anhalt ihren 94. Geburtstag.

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Im Grunde ist die jüngste Nachricht um Schauspielerin Zsa Zsa Gabor (93) ziemlich makaber - ja, beinahe schon ein bisschen pervers. Eigentlich sollte Frederic Prinz von Anhalt (67) seiner im Sterben liegenden Frau derzeit das Händchen halten und ihr in den letzten Tagen ihres Lebens rund um die Uhr beiseite stehen. Stattdessen macht sich der Adoptiv-Blaublüter bereits darüber Gedanken, wie er die spätere Leiche der Diva am besten vermarkten könnte.

Der 67-Jährige, der seiner Gattin seinen Bekanntheitsgrad verdankt, will ihren Körper plastinieren lassen und zwar von keinem Geringeren als dem Leichenpräparator Gunther von Hagens (65). "Meine Frau träumte immer davon, dass ihre Schönheit unvergänglich bleibt", erklärte Anhalt in "Bild". "Vor einigen Jahren hatte ihr Freund Michael Jackson ihr von Gunther von Hagens’ Leichenplastination vorgeschwärmt. Zsa Zsa war begeistert." Ob es die mittlerweile 93-Jährige jedoch tatsächlich wollen würde, dass ihr präparierter Leichnam als eine Art Puppe rund um den Globus transportiert und zur Schau gestellt wird, ist fraglich.

Vielleicht ist es auch eher ihr achter Ehemann Frederic Prinz von Anhalt, der sich durch die bereits geplante post-mortum Aktion ein bisschen Aufmerksamkeit erhofft. Nach Information der Zeitung "Bild" will er seine Frau mit Hagens Leichen-Show "Körperwelten" sogar auf Welttournee schicken, "damit ihr die Leute noch einmal zujubeln können".

Übrigens scheint auch Gunther von Hagens von der Idee, Zsa Zsa Gabor zu plastinieren, nicht abgeneigt zu sein. "Ich würde Zsa Zsa Gabor als Ganzkörperplastinat in einer Szene aus ihren vielen Filmen zeigen", kommentierte er die aktuelle Überlegung des Prinzen.

Der Anatom und Hochschullehrer von Hagens hatte mit seinen Ausstellungen von präparierten Leichen weltweit für Aufregung und Diskussionen gesorgt hatte. Nicht zuletzt deswegen, weil sich die Leute darüber aufregten, auf welche Art und Weise er an die Toten kommen würde. So hatte er beispielsweise Körper von chinesischen Hinrichtungsopfern präpariert. Zudem war der 65-Jährige mit der Plastination einer Schwangeren und der von zwei Menschen beim Liebesakt reichlich angeeckt.

Während sich bei den beiden Herren bereits gedanklich die Kasse klingelt, kämpft die Hollywood-Ikone derzeit um ihr Leben. Seit ihrem Sturz aus dem Bett im Juli dieses Jahres hat sich der Gesundheitszustand der Schauspielerin zunehmend verschlechtert. Ihr wurde eine neue Hüfte eingesetzt, woraufhin ihr jedoch zwei Blutgerinnsel entfernt werden mussten. Mitte August hatte sie die Sterbesakramente von einem Priester erhalten und war in ihr Haus in Bel Air zurückgekehrt, um dort ihre letzten Tage zu verbringen. Allerdings scheint ihr die letzte Ruhe nicht wirklich vergönnt zu sein. Am Dienstagabend musste die ehemalige Miss Ungarn erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Ärzte in der Ronald Reagan Klinik in Los Angeles fanden ein weiteres Blutgerinnsel, sahen aber zunächst von einer Operation ab.

Nun bleibt also abzuwarten, ob Zsa Zsa Gabor sich nach dem Auf und Ab ihres Leidens tatsächlich noch auf eine Plastination ihres Körpers einlässt oder ob sie einfach nur in Frieden sterben möchte.

Quelle: nsch
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