28.02.13

GNTM

Heidi Klums krampfhafte Suche nach dem achten Topmodel

Ohne Jorge Gonzales startet die achte Staffel "Germany's Next Top Model". Es liegt allein an Klum, die Show aus dem Quotentief zu befreien.

Von Antje Hildebrandt
Foto: REUTERS

„Germany’s Next Topmodel“: Heidi Klum sieht der achten Staffel mit gemischten Gefühlen entgegen
"Germany's Next Topmodel": Heidi Klum sieht der achten Staffel mit gemischten Gefühlen entgegen

Von artgerechter Hühnerhaltung müsste sie etwas verstehen. Wissen, wie man auch in Extremsituationen die Haare schön hat. Und robust müsste sie sein, sehr robust. Schließlich würde sie eine Frau beerben, die so umstritten ist wie kaum eine andere im deutschen Fernsehen. Es geht um Heidi Klum und ihren Job als Moderatorin der Castingshow "Germany's Next Top Model" (GNTM).

Jetzt beginnt die achte Staffel, und das erfolgreichste Unterwäsche-Model der Welt ist wieder mit dabei. Die Frage ist bloß: Wie lange noch? Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Liebe zwischen ProSieben und der Model-Mutti in dem Maße abkühlte, wie die Quoten bröckelten. Es sagt einiges über den Zustand der Sendung aus, wenn man sich vorstellt, wer derzeit noch in das Profil passen würde. Müsste ProSieben aus dem Stand eine Nachfolgerin suchen, liefe wohl alles auf Ilse Aigner hinaus. Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung.

Bis zur Schmerzgrenze

Entsprechend nervös sieht Heidi Klum der achten Staffel entgegen. Das hat sie gerade im Interview mit der "Gala" eingeräumt, dem Zentralorgan der Celebrities, die in Hollywood, um Hollywood oder um Hollywood herum kreiseln. Sie habe, gestand die nervenstärkste TV-Frau seit Lara Croft da, Lampenfieber.

Und zum ersten Mal deutete sie auch an, dass auch sie eine Schmerzgrenze habe. "Viele Sendungen machen seltsame Sachen für die Quote. Aber das ist nicht mein Stil. Wenn es nur darum geht, spektakuläre Show-Effekte zu kreieren, dann müssen sie das mit jemandem anderen machen."

Ein bemerkenswerter Satz aus dem Mund einer Frau, die es gewohnt ist, ihre Schützlinge auf High Heels in die Wüste zu schicken, auch mal eklige Tiere umzuhängen oder am Rande von Hochhausdächern posieren zu lassen. Wer will, kann aus solchen Sätzen einiges heraushören. Frust vielleicht. Oder die Furcht, dass diese Staffel auch die letzte sein könnte. Eine Sorge, die nicht unbegründet ist. ProSieben hat ihr eingespieltes Team ausgewechselt. Gedreht wird GTNM jetzt von der Sender-Tochter RedSeven.

Klum, der Kontrollfreak

Neue Produktionsfirma, neues Glück? Die Personalie wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn man nicht wüsste, wie hart die Bandagen sind, mit denen die Wahl-Hollywoodianerin ihr "Klumiversum" zu verteidigen pflegt. Die Sendung ist ihr Baby, daran lässt der kleingeschriebene Zusatz im Titel keinen Zweifel : GNTM – by Heidi Klum. Die 39-Jährige gilt als Kontrollfreak. Sie sagt, auch wenn sie nicht persönlich am Set sei, vergewissere sie sich täglich, dass alles nach Plan laufe.

Auch in dieser Staffel hat sich das Personal-Karussell wieder gedreht. Ausgerechnet Laufstegtrainer Jorge Gonzales verließ die Show – ohne Angabe von Gründen. Er wechselt jetzt als Co-Juror zur RTL-Show "Let's Dance". Ein herber Verlust. Auch Co-Juror Thomas Rath ist nicht mehr dabei. Er wurde durch den mexikanischen Fotografen Enrique Badulescu abgelöst. Dabei wäre er gerne geblieben, sagt der Modedesigner.

GNTM, ab dem 28. Februar donnerstags auf ProSieben, 20.15 Uhr

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