24.01.2013, 12:37

TV-Serie Wahlberliner Kai Schumann spielt neuen "Heldt" im ZDF


Teamarbeit: Kai Schumann ermittelt in der neuen Serie „Heldt“, Janine Kunze ist als Staatsanwältin zu sehen

Foto: Henning Kaiser / dpa

Teamarbeit: Kai Schumann ermittelt in der neuen Serie „Heldt“, Janine Kunze ist als Staatsanwältin zu sehen Foto: Henning Kaiser / dpa

Von Laura Fölmer

Im ZDF ermittelt ein neuer Kommissar mit Ecken und Kanten. Kai Schumann spielt die Titelfigur mit hohem Unterhaltungsfaktor.

Er schlurft mit einer ausgeleierten Mütze durch das Polizeipräsidium, zieht die Staatsanwältin mit Fotos aus ihrer Model-Vergangenheit auf und während er Verbrecher stellt, hat er gern mal eine Chips-Tüte in der Hand. Ermittler Nikolas Heldt ist kein einfacher Polizeibeamter, der regelmäßig und gewissenhaft seine Berichte schreibt, sich an Vorschriften hält und vor allem Hierarchien respektiert.

"Aber genau das ist ja das Tolle an der Serie", sagt Kai Schumann euphorisch. Dass der Schauspieler eine ungeheure Sympathie für seine Rolle als unkonventioneller Ermittler hegt, ist unübersehbar. "Man hält hier die Utopie aufrecht, dass eine gewisse Form von Anarchie gut ist."

Ab Donnerstag ist der Wahlberliner das erste Mal in der ZDF-Serie "Heldt" (19.45 Uhr) zu sehen. Neben ihm standen in weiteren Hauptrollen Janine Kunze und Timo Dierkes vor der Kamera. Und nach Schumanns Meinung enthält die Serie genau das, was der zweideutige Titel verspricht: Es gibt einen Helden zu sehen.

"Wir brauchen Helden, mit denen sich die Leute identifizieren können. Aber es darf eben kein klassischer, perfekter Held sein, sondern einer, der auch Fehler hat, gebrochen ist." Das könne vielleicht das Erfolgsrezept sein, mit dem sich diese Serie von den vielen anderen Krimis im deutschen Fernsehen abhebt.

Kai Schumann freut sich, mehr von sich preisgeben zu können

Der Ermittler Heldt ist ein Draufgängertyp, der gleichzeitig ein Einzelgänger ist – und deshalb neben sich auch keinen Partner ertragen kann, wie es sonst in jedem Krimi üblich ist "Er ist ein großes Spielkind", beschreibt Schumann. Und genau das – eine Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit – war für den Schauspieler der ausschlaggebende Punkt, die Rolle anzunehmen.

Die Rolle eines Tatortkommissars ist für Schumann nicht erstrebenswert. Für ihn ist es wichtig, dass "Heldt" einen hohen Unterhaltungsfaktor hat. "Wir haben gute Arbeit gemacht, wenn wir es schaffen, dass die Leute schmunzeln, aber gleichzeitig auch emotional bei der Sache sind", sagt der Wahlberliner. Nikolas Heldt löst die Fälle auf eine clevere, zum Teil amüsante Art, jedoch sind die behandelten Themen meist ernst.

Und besonders weil Kai Schumann in der Serie "Doctor's Diary" neben Diana Amft und Florian David Fitz den schüchternen Doktor Kaan gespielt hat, freute sich der 36-Jährige als Ermittler Heldt, etwas mehr von sich preisgeben zu dürfen.

"Ich bin gern mal alleine unterwegs. In meiner Freizeit mache ich ungern Termine und entscheide spontan. Wenn ich dann nachmittags meine Freunde kurzfristig anrufe, haben die natürlich keine Zeit", sagt Schumann. "Ein bisschen was von Heldt steckt auch in mir."

Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter