20.01.2013, 09:56

Todestag Witwe – Bernd Eichingers Credo war "Lebe fett und mache Schulden"


Katja Eichinger hält ihren vor zwei Jahren gestorbenen Ehemann Bernd Eichinger für keinen Heiligen. Sie selbst sei ja auch keine Klosterschülerin

Foto: Torsten Silz / dapd

Am 24. Januar jährt sich zum zweiten Mal der Todestag des Filmemachers. In einem Interview sagt seine Witwe: „Er war nie ein Heiliger“.

Bernd Eichingers Witwe Katja Eichinger (41) hält nichts von Sparsamkeit: "Für was wollen Sie denn auch sparen? Für ihren Sarg?", sagte sie dem Radiosender hr1. Das Credo ihres verstorbenen Mannes Bernd sei gewesen: "Lebe fett und mache Schulden", verriet sie im Talk anlässlich des zweiten Todestages des Filmemachers am 24. Januar. Diese Einstellung habe sie immer gemocht. Ihr Mann habe gern Geld ausgegeben. "Er war ja überzeugt, dass er als junges Genie mit Vierzig sterben würde." Letztlich habe Eichinger häufig am finanziellen Abgrund gestanden: "In dieses schwarze Loch hat er oft gestarrt. Filmemachen ist Glücksspiel."

Eichinger sei aber nie der streitbare Egomane gewesen, für den ihn manche gehalten hätten. "Er hatte ein großes Harmoniebedürfnis", sagte die 41-Jährige. "Es war ihm lieber, wenn sich nicht gestritten wurde." Ein "Heiliger" sei er aber nie gewesen.

Es sei ihr leicht gefallen, in ihrer Biografie "BE" über Bernd Eichingers dunkle Seiten zu schreiben, sagte sie. "Das ist Drama, das sind ja großartige Geschichten. Ich habe das ja geliebt, dass er so wild war und so eine Vergangenheit hatte, die ich faszinierend fand", erklärte Katja Eichinger. "Wenn ich Probleme damit gehabt hätte, dann hätte er mich sicherlich nicht geheiratet." Sie selbst sei ja auch keine Klosterschülerin.

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