13.12.12

Internet

Boris Becker will Twitter trotz Shitstorm treu bleiben

Der einstige Tennis-Star hatte den Friedensnobelpreis Bundeskanzlerin Angela Merkel zugeschrieben. Die Internet-Seele kochte.

Foto: dapd
Bremen/ ARCHIV: Fussball, Deutsche Nationalmannschaft, Laenderspiel Deutschland - Frankreich, Weserstadion, Bremen: Der ehemalige Tennisspieler Boris Becker (Foto vom 29.02.12). Boris Becker steht fuer eine zweite Amtszeit als Teamchef der deutschen Davis-Cup-Mannschaft nicht zur Verfuegung. "Nein, ausgeschlossen", sagte der dreimalige Wimbledonsieger, der von 1997 bis 1999 als Kapitaen fungiert hat. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe vom 03.11.12) erklaerte der 46-Jaehrige: "Ich haette zwar das Knowhow, aber nicht die Zeit. Das ist keine Taetigkeit fuer vier bis sechs Wochen im Jahr., sondern ein Fulltime-Job." (zu dapd-Text)
Foto: Nigel Treblin/dapd
Bremen/ ARCHIV: Fussball, Deutsche Nationalmannschaft, Laenderspiel Deutschland - Frankreich, Weserstadion, Bremen: Der ehemalige Tennisspieler Boris Becker (Foto vom 29.02.12). Boris Becker steht fuer eine zweite Amtszeit als Teamchef der deutschen Davis-Cup-Mannschaft nicht zur Verfuegung. "Nein, ausgeschlossen", sagte der dreimalige Wimbledonsieger, der von 1997 bis 1999 als Kapitaen fungiert hat. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe vom 03.11.12) erklaerte der 46-Jaehrige: "Ich haette zwar das Knowhow, aber nicht die Zeit. Das ist keine Taetigkeit fuer vier bis sechs Wochen im Jahr., sondern ein Fulltime-Job." (zu dapd-Text) Foto: Nigel Treblin/dapd

Der einstige Tennis-Star ist Opfer eines Shitstorms im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter geworden. Becker hatte gezwitschert: "Grosser Bewunderer von Angela Merkel! Ich bin sehr stolz und werde patriot, als sie Friedensnobelpreis gewonnen hat !!!" Abgesehen von der fehlerhaften Grammatik ist die Auszeichnung allerdings an die EU gegangen, nicht an die Bundeskanzlerin.

Ein Nutzer wies Becker noch auf den Lapsus hin, doch Becker twitterte zurück: "Also praktisch sie". Als die Nachricht sich immer weiter verbreitete, kamen harsche Kommentare.

So schrieb ein Nutzer: "Ich werde an dem Tag Patriot, an dem @Becker_Boris wegen schier unfassbarer Idiotie die Staatsbürgerschaft aberkannt wird." Und ein anderer meinte ob der fehlerhaften Grammatik: "Ich bin sehr stolz und werde Vaterland, als er Grimme-Preis gewonnen hat!!!!"

Becker selbst wunderte sich: "Was fuer 1Reaktion in der Twitterwelt,wenn man etwas ueber Merkel,Dankbarkeit und Patriotismus twitschert ...nachts um 2h!?" Und schob nach: "Blanker Neid,Missgunst und Schadenfreude kommt aus meinem Handy…. Bestimmt von denjenigen,fuer die "Vaterland nur 1Wort aus dem Duden ist..."

Allerdings gab es auch Zuspruch: "Leute. @Becker_Boris war für meine Kindheit mindestens so wichtig wie Luke Skywalker. Der darf twittern, was er will", schrieb ein Nutzer.

Treu bleiben will Becker dem Internet-Nachrichtendienst trotzdem. "Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen sich mit meinen oft schnell und spontan verfassten Tweets beschäftigen", sagte er der Nachrichtenagentur spot on news. Die Reaktionen zeigten ihm aber auch erneut, "dass Twitter ein gutes Kommunikationsmittel für mich ist, mit dem ich viele Freunde, Fans und ja auch Gegner und Neider erreichen kann".

Quelle: BMO
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