11.12.12

Spenden-Gala

Jörg Pilawa moderiert erstmals "Ein Herz für Kinder"

Am Sonnabend feiert Pilawa als Nachfolger von Thomas Gottschalk sein Debüt bei "Ein Herz für Kinder" – ein Wunsch von ihm.

Von Caroline Rudelt
Foto: dpa

Moderator Jörg Pilawa wird am Sonnabend erstmals die „Bild“-Spendengala „Ein Herz für Kinder“ moderieren
Moderator Jörg Pilawa wird am Sonnabend erstmals die "Bild"-Spendengala "Ein Herz für Kinder" moderieren

Es war ein Wunsch von ihm, sagt er. Unbedingt wollte er Thomas Gottschalk beerben. Doch nicht "Wetten, dass..?" reizte Jörg Pilawa, für welches der Moderator ebenfalls im Gespräch gewesen ist – sondern "Ein Herz für Kinder". Jene Spendengala der "Bild"-Zeitung, die am Sonnabend ab 20.15 Uhr vom ZDF aus der Ullstein-Halle des Verlagshauses Axel Springer in Kreuzberg übertragen wird. Bisher führte Gottschalk durch die Show, nun feiert Pilawa seine Premiere.

Große Erneuerungen am Konzept werde es nicht geben, erzählt der 47-Jährige. "Aber ich wollte auch etwas anders machen. Deshalb habe ich mir eines der Projekte persönlich angesehen: Ich bin nach Burkina Faso gereist." Ein Hilfsprogramm ermöglicht dort Kindern, die sonst in einem Steinbruch stundenlang schwerste Arbeit hätten verrichten müssen, den Schulbesuch.

"Die Gefühle, mit denen man von solch einer Reise zurückkehrt, reichen von Wut über Sprachlosigkeit bis zu Bewunderung. Weil die Menschen in all ihrem Elend etwas Lebensbejahendes behalten haben." Das habe ihn bestärkt in seinem Engagement für diese Sendung, die selbst für ihn, der seit nunmehr fast 20 Jahren vor der Kamera steht, eine echte Herausforderung darstelle.

Pilawa: "Ich weiß, wie privilegiert wir sind"

Etwas "ganz anderes" sei es, durch solch eine Show zu führen, erzählt er. "Bei jedem Schicksal kämpft man mit Gefühlen und Tränen." Denn Jörg Pilawa steht nicht nur als Moderator auf der Bühne – auch als vierfacher Vater. Mit seiner Frau Irina und den Kindern lebt er etwas außerhalb von Hamburg. Eine "große Dankbarkeit" verspüre er, dass sie da so behütet aufwachsen können. "Ich weiß, wie privilegiert wir sind. Mir ist wichtig, meinen Kindern genau das zu vermitteln."

Gleichzeitig konnte er selbst viel lernen von seinem Nachwuchs – und tut es bis heute. Vor allem, "im Jetzt zu leben", wie er sagt. "Dass es wichtiger sein kann, einen kaputten Fußball zu reparieren, als über die Zukunft einer Show zu sinnieren.

"Was ich verlernt habe? Pünktlich zu sein. Das ist mit mehreren Kindern unmöglich." Sicher, sein Beruf sei ihm wichtig, doch sind die Prioritäten eindeutig verteilt: Erst die Familie, dann das TV. Er halte sich etwa die Schulferien frei. "Da gibt es dann keine E-Mails, keine Kameras. Es geht also durchaus mal unplugged." Überhaupt, so Jörg Pilawa, sei er im Job "wesentlich entspannter" geworden. "Meinen Kindern ist es am Sonntagmorgen glücklicherweise egal, welche Quote meine Sendung eingefahren hat." An diesem Sonntag dürfte ohnehin nur eines entscheidend sein – wie viele Spenden gesammelt werden konnten.

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