02.12.2012, 08:10

RTl-Castingshow Bühnen-Effekte stören Auftritte der "Supertalent"-Kandidaten

Gottschalk: "Supertalent" viel besser als sein Ruf

Foto: DAPD

Nebel, Glitzer-Regen, Feuerwerk: Bei der Live-Übertragung der Castingshow kämpfen die Talente mit kleinen und großen Pannen.

Probleme mit Spezialeffekten haben die Live-Übertragung der RTL-Castingshow "Das Supertalent" am Samstagabend geprägt. Während der Einzug der Juroren Michelle Hunziker (35), Thomas Gottschalk (62) und Dieter Bohlen (58) mit einem Feuerwerk noch reibungslos über die Bühne ging, hatten einige Kandidaten mit dem Spektakel zu kämpfen.

Sänger-Nachwuch Laura (16) verschluckte sich bei ihrem Auftritt im Glitzer-Regen an der Bühnen-Dekoration und musste von Gottschalk mit einem Wasserglas versorgt werden. Opern-Sänger Simone Ciccarese (19) schlug der Bühnen-Nebel auf die Stimme und bekam nach dem verkorksten ersten Auftritt eine zweite Chance. Beim Auftritt der Auto-Demolierer Christian und Leo sprühten Funken. Ein kleines Feuer musste per Feuerlöscher gelöscht werden. Moderator Daniel Hartwich (34) rettete die ein oder andere Situation recht humorvoll.

Mit einem Marktanteil von 23,4 Prozent war "Das Supertalent" am Samstagabend die beliebteste Sendung bei den jungen Zuschauern (14 bis 49 Jahre). Durchschnittlich 4,87 Millionen Zuschauer (16,4 % Marktanteil) sahen das erste Halbfinale von "Das Supertalent".

Jean-Michel Aweh und Juliette Schoppmann sind im Finale

Bei dem ersten Halbfinale gelang fünf Supertalenten der Einzug in das große Finale am 15. Dezember. Weiter sind: Magier Dan Sperry, die beiden Sänger Jean-Michel Aweh und Christian Bacotessa, die Ex-DSDS-Zweitplatzierte Juliette Schoppmann und Nachwuchstalent Laura Pinski. Am kommenden Samstag werden die weiteren fünf Kandidaten für das Finale ausgewählt.

Für Ex-"Wetten,dass..?"-Moderator Gottschalk war es die erste große Liveshow seit seinem Wechsel in die Jury des RTL-"Supertalents". Alle vorangegangenen Shows waren aufgezeichnet worden. Vor der Ausstrahlung der Sendung am Samstagabend hatte er noch eingeräumt, dass er zu Beginn mit seiner neuen Aufgabe als Juror " ziemlich gekämpft" habe. Der "Bild"-Zeitung hatte er gesagt: "Das 'Supertalent' ist viel besser als sein Ruf. Es hat leider auch bei mir etwas gedauert, bis ich das begriffen habe. Deswegen saß ich da manchmal mit einem Leidensblick, für den es keinen Grund gab", sagte der 62-Jährige.

Allerdings sprechen aus Gottschalks Äußerungen gewisse Zweifel an den Zuschauern der RTL-Castingshow. "Ich habe nur etwas Angst, dass es dem Publikum vielleicht zu 'anständig' war. Das spräche aber eher gegen das Publikum als gegen die Sendung", sagte der ehemalige "Wetten, dass..?"-Moderator.

Gottschalk will Verlauf der "Supertalent"-Liveshows abwarten

Ob Gottschalk auch künftig dem "Supertalent" erhalten bleibt, ist noch ungewiss. "Ich habe erst spät in dieses Format reingefunden und glaube, da ist noch viel rauszuholen", sagte der Moderator. "Jetzt warte ich erst mal die Liveshows ab und werde mich dann mit allen Beteiligten zusammensetzen und über die Zukunft reden."

In Liveshows fühle er sich wohler, sagte Gottschalk, der nach seinem Ausstieg aus der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?" zu Jahresbeginn zur ARD gewechselt war. Seine dortige Vorabendsendung wurde wegen schlechter Quoten jedoch bereits im Frühjahr wieder eingestellt.

(BMO)
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