27.11.2012, 16:35

Angus T. Jones "Two and a Half Men"-Darsteller ruft zum Boykott auf

Foto: Michael Nelson / dpa

Pro Folge verdient er als Jake 350.000 Dollar. Jetzt aber kann Angus T. Jones die Serie nicht mehr mit seiner Religion vereinbaren.

Der durch die Serie "Two and a Half Men" bekannte US-Darsteller Angus T. Jones ruft zum Boykott seiner eigenen Sendung auf.

In einem Gespräch mit einer christlichen Kirche, das am Montag bei Youtube veröffentlicht wurde, rief er seine Zuschauer auf, ihre Köpfe nicht mehr mit dem "Dreck" zu füllen. Der 19-jährige Jones verdient mit seiner Rolle des Jugendlichen Jake Medienberichten zufolge 350.000 Dollar pro Folge.

"Jake von 'Two and a Half Men' bedeutet nichts", sagte Jones nun. "Er ist ein nichtexistierender Charakter." In einer derartigen Serie wolle er nicht mehr mitspielen. "Wenn Ihr 'Two and a Half Men' schaut, hört damit bitte auf", sagte Angus den Zuschauern. "Die Leute sagen, es sei nur Entertainment. Erkundigt Euch etwas über die Auswirkungen des Fernsehens auf Euer Gehirn, und ich verspreche Euch, dass Ihr eine Entscheidung treffen müsst, wenn es ums Fernsehen geht."

Angus T. Jones mit religiöser Erweckung

Ein Sprecher des Filmkonzerns Warner Bros, der "Two and a Half Men" gemeinsam mit dem TV-Sender CBS produziert, wollte die Aussagen nicht kommentieren. Der Jungschauspieler hatte im Mai einen neuen Einjahresvertrag für die Serie unterzeichnet, nun aber offenbar eine religiöse Erweckung gehabt. "Wenn es um die Ewigkeit geht, kann man nicht herumspielen", sagte er in dem Gespräch mit der Forerunner Christian Church. Was er in der Bibel lerne, passe nicht zu seiner Rolle in der Fernsehserie.

Es ist nicht das erste Mal, dass es bei "Two and a Half Men" Ärger mit einem Schauspieler gibt. Der jahrelange Star der Serie, Charlie Sheen, sorgte mit Alkohol- und Drogeneskapaden für Schlagzeilen und wurde Anfang 2011 nach wüsten Tiraden gegen den Produzenten Chuck Lorre schließlich gefeuert. Sheens Rolle des Junggesellen Charlie Harper übernahm Hollywood-Star Ashton Kutcher.

(afp/bee)
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