26.11.2012, 08:31

TV-Turmspringen Raab verliert kein Wort über verletzten Stephen Dürr

Beim TV-Total Turmspringen demonstrierte Stefan Raab gute Laune. Über den schweren Proben-Unfall von Stephen Dürr wurde nicht gesprochen.

Im Wettbewerb der Unterhaltungsshows am Wochenende landete Stefan Raabs "TV Total Turmspringen" auf dem letzten Platz. 2,29 Millionen Zuschauer (9,4 Prozent) verfolgten im Durchschnitt die Sprünge ins Wasser.

Schauspielerin Annabelle Mandeng war die Siegerin des Spektakels. Kunstturner Fabian Hambüchen patzte bei einem Sprung. Große Überraschungen blieben an dem Abend aus.

Traurig jedoch: Der Name Stephen Dürr fiel in viereinhalb Stunden Wasserschlacht nicht ein einziges Mal. Das ist deshalb erstaunlich, weil der Schauspieler eigentlich als Springer am Synchronwettbewerb des Turmspring-Spektakels teilnehmen sollte.

Stephen Dürr zeitweise im Koma

Er verletzte sich vor einer Woche bei einem Probesprung zur Show jedoch so schwer, dass er für kurze Zeit ins Koma versetzt werden musste und ihm nun wegen einer Instabilität der Wirbelsäule höchstwahrscheinlich eine Operation am Rücken bevorsteht.

Stattdessen war betont gute Laune angesagt, die Geschehnisse um den tragischen Trainingsunfall wurden von allen Beteiligten nicht erwähnt. Stur wurde in den Routinemodus geschaltet und der altbekannte "TV Total"-Turmspring-Ablauf durchgezogen: spektakulärer Raab-Auftritt (er schwebte als Felix-Baumgartner-Kopie in einem Raumanzug in die Halle), Vorrunde Einzelspringen, Vorrunde Synchronspringen, zwei Finalrunden, Siegerehrung, Nationalhymne. Und dazwischen am und auf dem Sprungturm Co-Moderatorin Sonya Kraus im blauen, matrosigen Latexkorsett.

Motto: Durch einen kleinen Unfall lassen wir uns doch nicht die Party verderben. Stefan Raab kommentierte vor seinem Rückwärtssalto vom Fünf-Meter-Brett: "Mehr als ein bisschen wehtun, kann man sich hier ja nicht."

Glücklicherweise behielt Raab recht, und die Sendung verlief verletzungsfrei, was auch daran lag, dass das Zehn-Meter-Brett konsequent gemieden wurde. Eine Besonderheit, die ebenfalls unkommentiert blieb.

(BMO)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter