17.11.12

"Twilight"-Premiere

Pattinson und Stewart meiden Berührung auf dem Teppich

Zur Deutschland-Premiere des letzten Films der "Twilight"-Saga wurden die Stars in Berlin bejubelt. Dabei wahrten sie Sicherheitsabstand.

Foto: dapd

Auf ihrer Premieren-Tour zum Finale der erfolgreichen Vampir-Saga „Twilight“ hat das Startrio Kristen Stewart, Robert Pattinson (r.) und Taylor Lautner (l.) Station in Berlin gemacht.

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Es ist vorbei. Durch vier "Twilight"-Folgen haben sich Stars und Fans durchgebissen. Nun feierte Berlin die Premiere des endgültig letzten Films – "Breaking Dawn - Biss zum Morgengrauen, Teil 2". "Danke, es war eine wunderbare Zeit", steht auf einem Plakat, das zwei um ihr Leben schreiende Mädchen in die Höhe strecken. Kristen Stewart, im goldenen Paillettenkleid, schaut in die Menge. "Wir fassen es nicht, aber das hier ist wirklich das Ende."

Maximale Emotionen, das hat die "Twilight"-Saga von Anfang an stark gemacht, Liebe, Macht, Tod, Unsterblichkeit. Darunter geht es nicht. Auch im Privatleben der Stars. Seit dem allerersten Film wird über das Paar Robert Pattinson und Kristen Stewart spekuliert. Ja, sie lieben sich! Oder sind sie doch nur gut befreundet? Jede Geste, jeder Blick wurde gedeutet. Einen Höhepunkt fand dann das Ganze im Sommer mit dem Bekanntwerden von Stewarts Affäre, die sie später zugab, und ihren öffentlichem Liebesgeständnis an Robert Pattinson. Ein paar Fans haben ihr den Seitensprung so übel genommen, dass Stewart angepöbelt wurde. Untreue – das passt einfach nicht zur keuschen Bella Swan.

Und jetzt? Der Nebel über Berlin verzögerte am Freitag die Landung des Nicht- oder Doch-Paares. Ein Round-Table-Gespräch wird abgesagt, die Pressekonferenz um zweieinhalb Stunden verschoben.

Seit Anfang der Woche sind die Darsteller auf Premierentour. Aus Los Angeles und London wusste die Klatschpresse zu berichten, dass Pattinson und Stewart geflirtet hätten. Wie wird es in Berlin sein?

Hat Pattinson nun Stewart verziehen?

Im Hotel de Rome am Bebelplatz in Mitte versammelt sich das Volk zur Pressekonferenz, Boulevard-, Lokaljournalisten und vor allem sehr viele Blogger.

Was sofort auffällt: Pattinson und Stewart sitzen nicht neben einander. Zwischen die beiden Vampire hat man den Sitzkärtchen nach zu urteilen den Werwolf Taylor Lautner platziert.

Als erster erscheint irgendwann endlich Christian Aust, der Moderator der Pressekonferenz. "Ich erkläre kurz mal die Spielregeln", sagt er. Punkt eins: Bitte melden und in die Mikrofone sprechen. Punkt zwei: "Und das ist der wichtigere Punkt, bitte stellen Sie nur Fragen zum Film. Keine Privatfragen. Die werden sowieso nicht beantwortet." Wenn jemand sich nicht daran halte, werde die Pressekonferenz abgebrochen.

Das Verbot kommt einem ein bisschen albern vor. Natürlich denkt man jetzt nur noch intensiver daran. Hat Pattinson nun Stewart verziehen? Oder war die ganze Sache von Anfang an ohnehin nur inszeniert?

Aber dann kommen die Darsteller. Alle in Schwarz, Robert Pattinson eher smart mit Hemd, Taylor Lautner sportlich im Longsleeve, und Kristen Stewart ein bisschen sexy casual mit bizarren Applikationen auf der Hose. Ist das ein Colthalter? Stewart wirft ihr langes Haar in den Nacken und könnte nicht genervter gucken, Lautner und Pattinson albern rum.

Beruflich bald getrennte Wege

Ja, das hier ist tatsächlich ein Abschied. Hier sind drei Menschen, die gemeinsam berühmt wurden und nun zumindest beruflich bald getrennte Wege gehen werden. Noch hat Stephenie Meyer, die Erfinderin der Saga, nicht angekündigt, ihre Serie fortsetzen zu wollen. So ganz will das hier keiner ausschließen, aber damit zu rechnen scheint auch keiner. "Das ist das Ende, wie fühlt es sich an?", kommt dann auch prompt die erste Frage.

Stille. "Ähem, das Ende von Twilight", fügt die Fragende hinzu. Lautner fällt als erstes etwas ein. "Die Zeit ist verflogen, das wirkt alles so absurd." Am liebsten, das sagt er mit charmantem Grinsen, wäre er bei seinen Filmreisen nach Berlin gekommen. "Ich gehe hier jedes Mal in dieselbe Bowling-Bahn bowlen, auch wenn ich absolut nicht bowlen kann."

Und schon die nächste Frage geht dann doch ins Private. "Sie haben so oft beschworen, am Set wie eine Familie zu sein. Wie ist das jetzt, wo sie abgedreht haben?" Zögern. Blicke. Dann beugt sich Stewart vor ans Mikro und wirft ihr Haar zurück: "Na, ja, wir waren ja 25 Leute, es ist nicht so, dass wir jeden Sonntag zusammen mittagessen. Aber egal wie viel Zeit vergehen wird, wenn ich irgendeinen wiedersehe, dann wird da mit einem Klick sofort wieder diese Vertrautheit da sein." Die nächste Frage.

Das Publikum der Pressekonferenz besteht zum großen Anteil aus den Fans, die ihre Leidenschaft mit Blogs und Webseite fast professionalisiert haben. Eine Frage von einer Bloggerin von cullens.net: "Von allen Sätzen aus allen Filmen, welches war ihr liebster?". Lautner fällt etwas Schönes ein: "Mir hat es am besten gefallen, als ich sagte, ich sei heißer als Du", erklärt er Pattinson.

Langsam wird die Stimmung besser. Der übermüdete Pattinson scheint aufzuwachen, Lautner amüsiert sich großartig, nur Kristen Stewart bleibt angespannt. Jetzt wird Pattinson privat: "Ich fand einen Satz von Kristen am besten. Der, bei dem sie sagen muss, dass ich wunderschön sei."

Die Angespielte nimmt den Ball nicht auf. So zickig, wie sie auf Pattinson reagiert, könnte man eher darauf schließen, dass die beiden doch noch was zu klären haben. Am Abend fuhren sie in getrennten Limousinen vor. Auf dem traditionell schwarzen Teppich vermieden sie jede Berührung. "Twilight" ist vorbei. Von diesen beiden wird man auf jeden Fall noch hören. Nur nicht zwingend etwas Nettes.

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