14.08.12

Hochzeit

Brangelina oder Aniston-Theroux – Rennen zum Altar eröffnet

Gerüchte um eine Hochzeit von Brad Pitt und Angelina Jolie, dann die Verlobung von Jennifer Aniston und Justin Theroux. Zufall oder Absicht?

Foto: REUTERS
Actor Pitt and actress Jolie pose on arrival at the 18th annual Screen Actors Guild Awards in Los Angeles
Brad Pitt und Angelina Jolie

Seit ihrer Scheidung vom Schauspielkollegen und "sexiest man alive" Brad Pitt, seit verflixten sieben Jahren, musste sich Jennifer Aniston immer wieder dieselben Fragen anhören: Würde sie jemals einen anderen Mann finden? Und würde Aniston jemals Kinder bekommen? "Das ist doch so engstirnig", beschwerte sich die aus der Erfolgsserie "Friends" bekannte Schauspielerin (43) in einem Interview. "Mein Glück und mein Erfolg und alles, was ich erreicht habe, hängen davon überhaupt nicht ab."

Jetzt hat sich Aniston erneut verlobt – und wieder ist es ein Schauspieler: Justin Theroux (41), mit dem sie gemeinsam für den Kinofilm "Wanderlust – Der Trip ihres Lebens" vor der Kamera stand, habe um ihre Hand angehalten, bestätigten Sprecher des Paares am Wochenende. Aber der Neue interessiert die US-Boulevardmedien weitaus weniger als der Alte: Erst vor wenigen Monaten hatte sich Pitt mit Angelina Jolie – auch sie Hollywoodschauspielerin und angeblicher Trennungsgrund der Ehe mit Aniston – verlobt. Die Gerüchte über eine kurz bevorstehende Hochzeit kochen seit Längerem. Wie die "Sun" meldet, haben sich die beiden bereits Ringe für ihren großen Tag ausgesucht – und dabei tief in die Tasche gegriffen. Gefertigt werden die Schmuckstücke, die jeweils rund 630.000 Euro kosten, vom Juwelier ihres Vertrauens, Robert Procop.

Und dann das: Keine "Brangelina"-Hochzeit am vergangenen Wochenende, dafür eine Aniston-Theroux-Verlobung. War der Zeitpunkt gewählt, um Jolie und Pitt die Schau zu stehlen? Oder war doch nur Therouxs 41. Geburtstag der Anlass? Das Rennen zum Altar ist eröffnet.

Warum heiraten Promis eigentlich so oft Promis?

Noch hat keines der Paare ein Datum angekündigt. Aber allein schon die Verlobungen werfen wieder eine altbekannte Frage auf: Warum heiraten Promis eigentlich so oft Promis? Warum ist ein bekannter Schauspieler beispielsweise so selten mit einer Ärztin, Unternehmerin, Krankenschwester oder Kindergärtnerin zusammen? Oder eine Sängerin so selten mit einem Kellner oder Anwalt?

Die Liste von Promi-Paaren ist scheinbar endlos: Neben Jolie-Pitt und Aniston-Theroux machen beispielsweise Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones, Harrison Ford und Calista Flockhart, Ben Affleck und Jennifer Garner, Nicole Kidman und Keith Urban oder Beyoncé Knowles und Jay-Z Schlagzeilen. Und das ist nur eine kleine Auswahl. Pitt war vor Aniston bereits mit den Schauspielerinnen Juliette Lewis und Gwyneth Paltrow liiert. Aniston hatte US-Medien zufolge vor und nach der Ehe mit Pitt unter anderem Beziehungen mit den Schauspielern Tate Donovan, Vince Vaughn und dem Sänger John Mayer. Die Gegenbeispiele sind rar: Unter anderem ist der Schauspieler Matt Damon mit der argentinischen Innenarchitektin Luciana Barroso verheiratet, sein Kollege Nicolas Cage mit der ehemaligen Kellnerin Alice Kim.

Wissenschaftler wundert das Phänomen der Promi-Paare nicht. Ein Großteil aller Paare lerne sich nun einmal am Arbeitsplatz kennen - und der ist bei Schauspielern das Filmset. Gleich und Gleich geselle sich eben gerne und verstehe die Sorgen und Probleme des anderen (ständig in der Welt unterwegs, Paparazzi) und teile die Annehmlichkeiten (viel Geld, viel Ruhm).

Trotzdem scheitern Promi-Beziehungen nicht selten und dann ist es doppelt bitter, weil nicht nur Glück, sondern auch Leid öffentlich wird. Jüngstes Beispiel: die Trennung des (Schauspieler-)Paares Tom Cruise und Katie Holmes. Oder die Trennung von Schauspieler Johnny Depp und Sängerin Vanessa Paradis, die zuvor als Traumpaar gegolten hatten. "Ich will nicht über ihn reden", fauchte Paradis jüngst in einem Interview der französischen "Elle". "Wer sagt, dass Künstler ihre Seele verkaufen müssen und alles von sich preisgeben müssen?"

Quelle: dpa/sei
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