Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
15.11.08

Katholische Kirche

Sex-Skandal-Priester arbeitet jetzt in München

Die Affäre erschütterte 2004 das klerikale Westeuropa. Wegen homosexueller Beziehungen, Sex-Partys und Kinderpornografie musste der Vize-Chef des Priesterseminars in St. Pölten in Niederösterreich entlassen werden. Jetzt taucht der Geistliche wieder auf: als katholischer Seelsorger in München.

© dpa
Sexskandal
So berichtete das österreichische Magazin "Profil" am 11.07.2004 über den Skandal

Der wegen eines Sex-Skandals entlassene Vize-Chef des österreichischen Priesterseminars St. Pölten, Wolfgang Rothe, ist nach einem Bericht des "Spiegel wieder seelsorgerisch tätig. In der Pfarrei St. Michael in München-Perlach arbeite der katholische Geistliche in einem Altenheim und feiere Messen, meldet das Blatt. Rothe war 2004 vom Bistum St. Pölten suspendiert worden, weil er homosexuelle Beziehungen zu Studenten gepflegt und wilde Sex-Partys gefeiert haben soll. Zudem seien auf Computern des Seminars Tausende kinderpornografischer Dateien gefunden worden.

Der Priester, der in Bayern studiert hat und später in St. Pölten geweiht wurde, hatte trotz eindeutiger Fotografien die Sex-Affären stets bestritten und Widerspruch gegen die Sanktionen eingelegt. Erst im Frühjahr hatte der Vatikan die Suspendierung jedoch bestätigt. Warum der Geistliche nun doch wieder in der Seelsorge eingesetzt werde, habe das Erzbischöfliche Ordinariat München in der vergangenen Woche nicht beantworten können. Diese Personalfrage müsse erst gewissenhaft recherchiert werden, sagte Bistumssprecher Winfried Röhmel laut "Spiegel".

Der Skandal war Ende 2003 aufgeflogen und ging als bis dato in der österreichischen katholischen Kirche einzigartiger Vorgang in die Geschichte ein. Der Papst griff persönlich ein, sandte ein Apostolischen Visitator nach St. Pölten und ließ das Priesterseminar sofort schliessen. Spätestens ab da galt der gewichtige, erzkonservative und für St. Pölten zuständige Bischof Kurt Krenn als quasi entmündigt. Auf Drängen des Vatikan trat er schließlich im OKtober 2004 von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger wurde Klaus Küng, der bisherige Bischof von Feldkirch, der die Schließung von St. Pölten durchgeführt hatte.

Quelle: dpa/mv
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote