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Unfall

ICE fährt auf Prellbock im Münchner Hauptbahnhof

Nicht, dass die Bahn nicht schon genug Probleme hätte – nun ist im Münchner Hauptbahnhof auch noch ein ICE ungebremst auf einen Prellbock aufgefahren. Bei dem Unfall wurde die Nase des Zuges stark eingedellt, der Prellbock wurde um einen Meter nach hinten geschoben.

Ein ICE ist am Sonntagmittag im Münchner Hauptbahnhof ungebremst auf einen Prellbock aufgefahren. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand bei dem Unfall ein Sachschaden von mehr als 100.000 Euro. „Wenn aber an den Achsen auch noch etwas passiert ist, dann wird es richtig teuer“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion München.

Der ICE 880 sollte gegen halb elf für eine Fahrt nach Hamburg bereitgestellt werden, als er auf Gleis 15 gegen den Prellbock im Kopfbahnhof stieß. Fahrgäste waren noch nicht an Bord. Nach ersten Ermittlungen war menschliches Versagen Ursache des Unfalls. So sagte ein Sprecher der Bundespolizei in München am Montag, Experten hätten bei einer Untersuchung keine technischen Mängel entdeckt.

Bei dem Unfall wurde die Nase des Zuges stark eingedellt und die dort angebrachte Lichtmaschine beschädigt. Außerdem wurde der Prellbock um einen Meter nach hinten geschoben und ebenfalls stark beschädigt. Der ICE war danach zur Untersuchung in ein Münchner ICE-Werk gebracht worden. Die auf diesen ICE wartenden Reisenden konnten 40 Minuten später ihre Fahrt in Richtung Hamburg mit einem Ersatzzug antreten. Bei sechs Zügen kam es nach Angaben eines Bahnsprechers außerdem zu insgesamt 74 Minuten Verspätung.

dpa/nic



Erschienen am 02.11.2008

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